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Meerbusch
Einfach mal das Ortseingangsschild verrücken

Meerbusch. Meerbusch 2030: Die RP checkt Ideen von Bürgern und prüft sie auf ihre Realisierbarkeit Von Angelika Kirchholtes

Wie soll sich die Stadt Meerbusch in Zukunft entwickeln? Was ist konkret zu tun, um die Lebensqualität weiter zu steigern? Welche Prioritäten müssen gesetzt werden? Mit dem integrierten Stadtentwicklungskonzept "Meerbusch 2030" will die Stadt Antworten geben. Nach einer Auftaktveranstaltung hatten die Bürger die Möglichkeit, Themen zu benennen, die ihnen wichtig sind. Auf der Landkarte "Wikimap Meerbusch" konnten sie im Internet Fähnchen mit Lob, Kritik und Vorschlägen setzen, zu denen andere Bürger ihren Kommentar abgeben konnten. Insgesamt trugen sich 461 Nutzer bei Wikimap Meerbusch ein, die 1324 Beiträge und 1098 Kommentare abgaben. Die meisten Einträge gab es mit 1035 im Bereich Mobilität, die wenigsten bei Arbeiten und Bildung (50). Sie konzentrieren sich naturgemäß auf die größeren Ortsteile, aber auch in den Rheingemeinden und in Wald und Flur gibt es Anmerkungen. Die Rheinische Post greift einige Ideen auf und prüft sie auf ihre Realisierungsmöglichkeit.

Klickt man auf das Fähnchen im Kreisverkehr auf der Osterather Straße am Ortsausgang von Strümp Richtung Osterath, erfährt man, dass die Bürger mit der Radwegeführung nicht einverstanden sind. So schreibt ein Kritiker: "Das 'Radfahrer absteigen'-Schild muss weg. Im Kreisverkehr haben Radfahrer die gleichen Rechte wie Pkw. Die einfahrenden Autos müssen laut Verkehrsschild Vorfahrt achten, die ausfahrenden, weil sie abbiegen, auch." Ein weiterer Bürger warnt: "An dieser Stelle entstehen durch die widersprüchliche Beschilderung, dass sowohl Radfahrer als auch Autofahrer Vorfahrt gewähren müssen, gefährliche Situationen." Stattdessen solle durch eine Fahrbahnmarkierung eindeutig dem Radweg Vorrang gegeben werden. "Das Zusatzschild 'Radfahrer absteigen' sollte im Übrigen grundsätzlich nicht verwendet werden, es gibt ja auch kein zugehöriges Schild 'Radfahrer aufsteigen'." Einen Lösungsvorschlag, der den gesetzlichen Regelungen Genüge tut, macht ein Dritter: "Diesen Kreisverkehr nach ,innerorts' verlegen und rote Radwege aufmalen!"

Denn das Problem, das es von Seiten der Verwaltung gibt, ist, dass sich dieser Kreisverkehr außerorts befindet und außerhalb von geschlossenen Ortschaften Pkw im Kreisverkehr Vorrang haben. Ein einfaches Verrücken des Ortseingangsschildes vor den Kreisverkehr aus Richtung Osterath würde das Problem lösen. Und man könnte mehrere Ortseingangsschilder rechts und links der Straße entfernen.

Realisierungschance: HHHHH

Quelle: RP
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