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Meerbusch
Einzelhändler verzeichnen besten der vier Adventssamstage

Meerbusch: Einzelhändler verzeichnen besten der vier Adventssamstage
Janis Kiosses (61): "Meinem vierjährigen Enkel Sam schenke ich einen Autotransporter aus Lego." Mit dem Rad ist er zum Spielwarengeschäft Mous nach Büderich gefahren. FOTO: Dackweiler, Ulli (ud)
Meerbusch. Wie in den Jahren zuvor haben die meisten Einzelhändler im Rheinland den höchsten Umsatz am vierten Adventssamstag erzielt. Das trockene Wetter lockte viele Leute zum Shoppen. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen Rheinland. Von Maike Billen

"Es bestätigt sich der Trend, dass Geschenke immer später gekauft werden", sagte Regionalreferent Björn Musiol. Diese Entwicklung stellten auch Meerbuscher Händler fest.

Constanze Lerner (38) aus Benrath: "Eine Verwandte wünschte sich eine Halskette zu Weihnachten. Beim Juwelier Graf habe ich das passende Geschenk gefunden." FOTO: Dackweiler, Ulli (ud)

In der Parfümerie Wolff in Büderich ertönte am Samstag permanent die Eingangsglocke. Inhaber Robert Wolff ist zufrieden: "Die Bilanz ist sensationell." Das verspätete Weihnachtsgeschäft ist für Wolff aber keine neue Erfahrung: "Parfüm war schon vor Jahrzehnten das typische Last-Minute-Geschenk." Derzeit beliebt seien Düfte von Tom Ford und Gutscheine für Peelings oder Gesichtsmassage.

Wolff blickt optimistisch auf die nächsten Tage. Katja Gossens von der gleichnamigen Buchhandlung in Büderich freute sich ebenfalls über viel Kundschaft: "Anfang Dezember lief das Geschäft noch langsam an. Nun spürt man, dass Heiligabend näher rückt." Die Buchhändlerin machte einen weiteren Trend aus: "Viele Leute haben sich wieder auf den stationären Handel besonnen. Sie schätzen die Beratung vor Ort." Aktuelle politische Themen wie die Flüchtlingskrise oder der internationale Terrorismus schlügen sich in der Literaturauswahl nieder.

Julia Bernecker (40): "Ich habe Duftkerzen für zwei Bekannte gekauft. Ich kaufe eigentlich fast alles in Büderich ein. Dass zukünftig Parkgebühren erhoben werden, finde ich schade." FOTO: Dackweiler, Ulli (ud)

Tanja Stockhausen musste in ihrer Galerie in Osterath sogar Nachtschichten einlegen: "Die Aufträge trudelten erstaunlich spät ein." Farbige Steine seien besonders gefragt. Beim Osterather Bekleidungsgeschäft Klamottenlotte boomte es nicht. Inhaberin Jutta Wolsky führte das unter anderem auf das milde Wetter und auf den Onlinehandel zurück: "Wenn die Leute bei mir Kleidung anprobieren, aber die Produkte online bestellen, macht mich das traurig." Die Inhaber vom Lanker Geschäft "Fräulein" verzeichneten ein gutes Geschäft im Dezember: "Wir haben allerdings mehr Blusen als Mützen verkauft", sagte Daniel Libner. Im Bereich Mode hatte sich der Einzelhändler früh angepasst: "Dicke Jacken hatten wir gar nicht im Sortiment", sagte Libner. Bei den Wohnaccessoires gab es keine Änderung. Simona Libner sagte: "Sterne und Rentiere sind stets hoch im Kurs." Mag Weihnachten auch ohne Winter auskommen, geschmückt werde traditionell.

Quelle: RP
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