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Meerbusch
Einzigartige Kulturlandschaft in Meerbusch

Meerbusch. Beim Lanker Forum des CDU-Arbeitskreises Lank ging es gestern um Natur und Landschaft. Von Monika Götz

Meerbusch hat einen überdurchschnittlich hohen Freiflächenanteil. Das ist eine der positiven Informationen, die Marcus Temburg für die rund 45 Zuhörer im Haus Baumeister in Lank-Latum mitbrachte. Der Leiter des Amtes für Entwicklungs- und Landschaftplanung des Rhein-Kreises Neuss trat auf Einladung des CDU-Arbeitskreises Lank als Referent beim "Lanker Forum" auf.

"Vor 21 Jahren gegründet erfreut sich dieses überparteiliche Forum großer Beliebtheit", begrüßte CDU-Kreistagsabgeordneter Franz-Josef Radmacher Bürgermeister-Stellvertreter Leo Jürgens sowie zahlreiche Vertreter aus der Politik, aus Bürgervereinen und -initiativen. "Natur und Landschaft in Meerbusch" war das Thema, unter dem Temburg den Entwicklungsplan "Kulturlandschaft des Rhein-Kreises Neuss" vorstellte. Es geht um Schutz und Entwicklung jener wertvollen und charakteristischen Flächen, die Meerbusch im Kreis ein Alleinstellungsmerkmal verschaffen: "Mit Schutzgebieten ist die Stadt sehr gut ausgestattet."

Zudem sei Meerbusch "die in einem der waldärmsten Kreise Deutschlands mit nur 7,4 Prozent Waldanteil gelegene waldreichste Kommune." Ein Waldvermehrungsprogramm sei aufgestellt, aber wegen des hohen Flächendrucks in dieser dicht besiedelten Lage schwierig umzusetzen. Insgesamt enthält der Entwicklungsplan 42 Projekte, die zum großen Teil auf Vorschlägen von Kommunen fundieren. Neun Projekte davon betreffen Meerbusch. Zu den darin enthaltenen, den europäischen FFH-Richtlinien (Fauna-Flora-Habitat) entsprechenden Schutzgebieten zählen das 330 Hektar große Gebiet der Altrheinschlinge Ilverich sowie die Naturschutzgebiete "Die Buersbach" und "Die Spey". Hier sind Schutzmaßnahmen vorgesehen, unter anderem die Ansiedlung des Ameisenbläulings (Buersbach) und die Einrichtung von "Kinderstuben" für verschiedene Fischarten (Spey). "Für den Schutz dieser Flächen von relativ einzigartiger Qualität setzt sich auch Brüssel ein", so Marcus Temburg. Darüber hinaus sieht der Entwicklungsplan vor, Vorhandenes aufzuwerten und für die Bürger zugänglich zu machen.

Radmacher betont: "Wir verfügen über eine Menge Potential. Eine weitere Qualitätserhöhung dieser typischen Kulturlandschaften tut dem 'weichen Standortfaktor' gut." Allerdings ist die Finanzierung der Projekte - hier wird seitens des Publikums auf das Fehlen einiger Meerbuscher Flächen aufmerksam gemacht - nicht gesichert. "Der Kreis leistet Hilfestellung - auch bei der Suche nach Fördermitteln", fordert Temburg auf, sich an ihn zu wenden. Zur Publikums-Frage nach der Anbindung Krefelder Hafen und dem Ausbau der K1 stellt er für 2017 in Aussicht, dass seines Wissens "keine entsprechende Trassen-Vorstellung erfolgen soll".

Quelle: RP
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