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Meerbusch
Erst 3743 Meerbuscher haben gewählt

Meerbusch. Schleppende Briefwahl: Am Sonntag, 13. September, wird im Rhein-Kreis Neuss ein neuer Landrat gewählt. Die Unterlagen können noch bis Freitag angefordert werden. In Neuss ist die Beteiligung schon jetzt sehr hoch

Morgen in einer Woche wird im Kreis Neuss ein neuer Landrat gewählt - und das Interesse in den Meerbuscher Stadtteilen an dieser Wahl ist offenbar noch nicht allzu groß. Das zumindest erkennen Experten aus dem Wahlamt an der Resonanz auf die Briefwahl: Aktuell haben nur 8,3 Prozent der Wahlberechtigten, das sind 3743 Wähler, Briefwahlunterlagen angefordert. Vor der Kommunalwahl 2014 waren es zum gleichen Zeitpunkt 5952 (13,3 Prozent) gewesen.

In Neuss dagegen steuert die Zahl der Briefwähler einen Rekord an: Bis Donnerstag dieser Woche hatten 13 144 Neusser bereits ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. Meerbuschs Stadtsprecher Michael Gorgs weiß: "Die Zahl der eingehenden Briefwahlanträge ist ein verlässlicher Gradmesser für die zu erwartende Wahlbeteiligung." Deshalb appelliere auch die Stadtverwaltung an die Meerbuscher, ihr demokratisches Recht wahrzunehmen und ihre Stimme abzugeben - sei es per Brief oder klassisch im Wahllokal.

"Wer jetzt noch Briefwahl beantragen möchte, sollte sich allerdings langsam sputen", sagt Wahlamtsleiter Holger Reith. "Bis Freitag, 11. September, können die Briefwahlunterlagen bei uns beantragt werden. Das sollte man an diesem wirklich letztmöglichen Tag allerdings persönlich im Wahlamt tun." Bis Samstag, 12. September, 12 Uhr, können fehlende, möglicherweise auf dem Postweg verloren gegangene Briefwahlunterlagen reklamiert werden. Bei plötzlicher Erkrankung - ein ärztliches Attest ist in diesem Fall vorzulegen - können Briefwahlunterlagen auch noch am Wahlsonntag bis 15 Uhr im Wahlamt beantragt werden.

Das Wahlamt arbeite zügig: Eingehende Anträge würden generell noch am selben Tag abgearbeitet, die Briefwahlunterlagen spätestens einen Tag nach Antragseingang im Wahlamt versandt, heißt es im Meerbuscher Rathaus. Falls jemand seine Unterlagen nicht innerhalb kurzer Zeit nach Antragstellung bekommt, empfehle sich ein Anruf im Wahlamt unter der Telefonnummer 02150 916-300). Dort könne dann auch geklärt werden, ob Briefwahlanträge eingegangen sind.

"Bei den genannten Terminen handelt es sich um Ausschlussfristen", sagt Wahlamtsleiter Holger Reith. "Wer diese versäumt, kann möglicherweise nicht seine Stimme abgeben." Wichtig: Wer trotz Anforderung keine Briefwahlunterlagen erhalten habe, könne nicht ersatzweise am Wahlsonntag in seinem Wahllokal wählen. "In diesem Fall muss der Wahlvorstand den Wähler abweisen", so Reith. "Weil die letzte Samstagsfrist verstrichen ist, hat der Wähler dann für die Landratswahl kein Wahlrecht mehr."

Zur Wahl des Landrats stellen sich Amtsinhaber Hans-Jürgen Petrauschke (CDU), der von FDP, UWG und den Meerbuscher Aktiven unterstützt wird, Hans-Christian Markert, der von SPD, Grünen, Linken, Piraten und den Korschenbroicher Aktiven unterstützt wird, sowie Adolf Robert Pamatat (Zentrum).

(ak/RP)
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