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Meerbusch
Expertin für Schulthemen

Düsseldorf. Der Rat von Christa Dyrda aus Büderich ist in zehn Bundesländern und in Berlin gefragt. Die Meerbuscherin startete im Jahr 1997 mit dem Projekt "Schule & Co" der Bertelsmann-Stiftung. Von Norbert Stirken

Kampfgeist ist eine der sportlichen Tugenden, die Christa Dyrda aus Nierst schätzt und vorlebt. Disziplin, Ausdauer, Teamgeist und die Fähigkeit sowohl mit Erfolgen als auch Misserfolgen umgehen zu können, sind weitere Eigenschaften, die sie aus ihrer Karriere als Volleyballspielerin im Jugend-Nationalkader mitgenommen hat, und die in ihrer beruflichen Laufbahn von Vorteil sein sollten. Die verlief nämlich nicht so gerade, wie die zweifache Mutter es geplant hatte. Nach dem Studium von Wirtschaftsgeografie und Sport verhinderte ein Einstellungsstopp den Weg in die Schule. Heute reißen sich die Verantwortlichen in den Ländern gleichsam darum, dass Christa Dyrda sich um ihre Schulen kümmert, und sogar der Bund sichert sich das Wissen und die Erfahrung der Unternehmensberatung Dyrda & Partner KG aus Büderich.

Den Schritt in diese Branche ist mit Christa Dyrdas Mann Klaus verknüpft. Als er 1997 die nordrhein-westfälische Ausschreibung für das Projekt "Schule & Co" gewonnen hat, stieg auch seine Frau in die Firma ein, um herauszufinden, welche Erfahrungen aus Klein- und Mittelbetrieben für den Schulbetrieb von Nutzen sein können. Unterstützt wurde das Projekt von der Bertelsmann-Stiftung. "Danach waren Dyrda & Partner quasi die Experten für Schulangelegenheiten", berichtet die Hobby-Tennisspielerin beim ASV Lank. Inzwischen gebe es Anfragen aus zehn verschiedenen Bundesländern. Aktuell begleiten die Meerbuscher das Modell "Lernen vor Ort" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in 40 Kommunen deutschlandweit. In der Hauptsache, so Christa Dyrda, gehe es darum, vorauszudenken. Antizipieren, welche Qualifikationen in welchem Umfang in den kommenden Jahren nachgefragt werden. Außerdem gehe es um Effizienz in öffentlichen Verwaltungen. "Dort wird oft nebeneinander her statt ineinander verzahnt gearbeitet", berichtet Christa Dyrda.

In der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Vlotho kümmert sich die Niersterin im Auftrag der Kommune um den modernen Umbau der Schullandschaft. Der Bestand der einzelnen Schulformen sei vor dem Hintergrund eines Rückgangs der Geburtenrate um 30 Prozent nicht garantiert. Wie könnte die Schullandschaft sinnvoll neu gestaltet werden, lautet die Aufgabe, die den Meerbuschern gestellt wurde. Ein Ansatz könnte eine gemeinsame Gesamtschule mit den Nachbarorten sein, berichtet Christa Dyrda, die das Unternehmen mit sechs Festangestellten, vielen festen freien Mitarbeitern und projektbezogenen Kräften als Mitglied der Geschäftsleitung führt. Schulformen und -gesetze seien je nach Bundesland sehr verschieden.

"Wir beschäftigen uns natürlich auch mit der Beratung von Klein- und Mittelbetrieben", informiert Christ Dyrda über ein weiteres Tätigkeitsfeld. Von allgemeinen Schulungen werde immer mehr abgesehen, konkrete Hilfen seien gefragt. Da werde die Führungsebene im Umgang mit dem Personal geschult, werde sie hinsichtlich des Erkennens und Lösens von Konflikten vorbereitet.

Quelle: RP
 
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