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Meerbusch
Familienradtour durch Meerbuschs Norden

Meerbusch: Familienradtour durch Meerbuschs Norden
Lanker Marktbrunnen: Die Anregung zum Marktbrunnen entnahm der Künstler Michael Franke dem alten Lank-Latumer Stadtwappen mit der Abbildung von Erdbeeren, Kirschen und Spargel. Die drei Figuren rund um den Brunnen sind Stina, Trina und Drickes - drei Lank-Latumer Originale. Die Inschrift auf dem Brunnen lautet: "Lankter Buure, Lotumer Suure, Wejter die Luure, Vrollet die knuure" (Lanker Bauern, Latumer saure Kirschen, Weiber, die schauen, Frauen, die meckern). FOTO: Alexandra Formela
Meerbusch. Auf der 16 Kilometer langen Strecke gibt's Spielplätze, Wildschweine, Eisdielen und kühlende Kunstwerke zu sehen Von Angelika Kirchholtes

Schnell noch ein Eis auf die Hand, um sich für die Familienradtour durch den Meerbuscher Norden zu stärken. Hier am Alten Marktplatz in Lank gibt es gleich zwei Objekte, die wir uns ansehen können, während wir das Eis schlecken: den Lanker Marktbrunnen und gleich nebenan die freigelegten Grundmauern der Vorgängerkirchen von St. Stephanus. Dann aber aufs Rad und rechts in die Pappelallee, der wir, vorbei am Sportplatz, bis zur Xantener Straße folgen. Hier biegen wir nach links ab und fahren bis ins Zentrum von Strümp, wo wir im Eisparadies einkehren können. Schoko, Yoghurt oder Zitrone? Viele Wünsche werden erfüllt.

Dann geht es über die Straße Am Haushof in das Wohngebiet Forststraße. Auf dem dortigen Spielplatz kann man gut relaxen, während die Kids die vielfältigen Spielgeräte ausprobieren können. Weiter geht es über die Amandusstraße und den Bretonenweg zum Fouesnantplatz, der der Partnerschaft mit der bretonischen Stadt gewidmet ist. Am Ende des Platzes fahren wir Richtung Meerbusch-Gymnasium. Vor der Schule rechts herum erreichen wir das Neubaugebiet Strümper Busch, links ein schöner Spielplatz. Auch hier lohnt sich eine Spielpause.

Kapelle Ossum: Urkundliche Erwähnung erstmals im Jahr 1186. Funde im Umfeld, deuten auf ein weit höheres Alter der Besiedlung. 1868 war der romanische Chor so baufällig, dass er durch einen neuen neoromanischen Polygonalchor ersetzt werden musste. Nach 1900 war eine Erweiterung der Kapelle notwendig.

Weiter geradeaus passieren wir das 3. Meerbuscher Bürgerwäldchen. Im nächsten Kreisverkehr steht eine Skulptur von Will Brüll: die Schwingen der Freundschaft (zu Fouesnant). Wir queren die Osterather Straße und fahren durch das Gewerbegebiet Fritz-Wendt-Straße. Am Ende links, gleich wieder rechts; und wir stehen vor einem Wildschweingehege. Leider: Füttern verboten!

Weiter nach rechts kommen wir zur Schlossstraße, der wir bis zur Straße Richtung Ossum folgen. Hier lohnt ein Blick auf die kleine Kapelle, ehe wir hinter dem Dorf rechts in den Herrenbusch einbiegen. Wieder auf freiem Feld geht es nach links.

Teloy-Mühle 1822 von Bäcker Adolph Frangen aus Lank erbaut; seit 1863 von der Familie Ludwig Teloy aus Osterfeld gepachtet. Seit der Zeit heißt sie "Neue Lanker Mühle". 1912 wurde die Mühle stillgelegt. 1981 erhielt sie eine neue Haube, 1982 dann neue Flügel. Seit dem Umbau 1981 wird sie als Kulturzentrum genutzt.

Dem Weg folgend kommen wir in den Ortsteil Latum. Am Latumer Dorfbrunnen biegen wir in die Kaiserswerther Straße ein und kommen zur Uerdinger Straße. Ein kleines Stück nach links, dann biegen wir in die Wasserstraße ein. In der Straße In der Wasserstadt liegt ein kleiner Spielplatz verborgen. Weiter zur Kemperallee, wo die Teloy-Mühle, das Wahrzeichen von Lank, steht. Kurz danach gibt es noch einmal die Möglichkeit, zu turnen und zu klettern, während die Erwachsenen am Mahnmal für die ermordeten Juden und an der Brüll-Skulptur "Kugel in Doppelschwinge" verweilen können. Links herum in die Hauptstraße und die angrenzende Fußgängerzone, der wir bis zu unserem Ausgangspunkt folgen. Geschafft!

Nächsten Samstag: Radtour zum Lantz'schen Park.

Mahnmal: Das von Christoph Wilmsen-Wiegman geschaffene Mahnmal für die deportierten und ermordeten jüdischen Mitbürger zeigt vier Steinstempel, die auf die Deportations- und Vernichtungslager verweisen (Litzmann-stadt - Riga - Izbica - Theresienstadt), in denen jüdische Mitbürger aus Meerbusch ermordet worden sind. Eine Schriftsäule dokumentiert ihren Namen. Vier Buchstaben stehen für "Sachor - Gedenke", der Palmzweig trägt das jüdische Glaubensbekenntnis "Höre Israel". FOTO: Dackweiler, Ulli (ud)
Quelle: RP
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