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Meerbusch
FC Adler Nierst an der Tabellenspitze in der Kreisliga C3

Meerbusch. Trainer Willi Conrads bleibt trotz der guten Ergebnisse und der vermutlichen Rückkehr in die B-Liga nüchtern und zurückhaltend Von Falk Janning

"Wir sind zufrieden, wir haben eine gute Hinrunde gespielt", sagt Willi Conrads. Der Trainer der Fußballer des FC Adler Nierst ist angesichts der starken Bilanz seiner Schützlinge erstaunlich nüchtern und zurückhaltend, von Euphorie keine Spur. Dabei führen die Schwarz-Weißen die Tabelle der Kreisliga C3 mit fünf Punkten Vorsprung an und sind auf dem besten Weg zurück in die B-Liga. Doch so ganz traut der 61-Jährige aus Stratum dem Braten wohl noch nicht. "Ich bin zwar zuversichtlich, dass wir als Erster über die Ziellinie gehen werden", sagt er. "Aber wir werden es von allen Titelaspiranten am schwersten haben. Denn während sich unsere Konkurrenten im Endspurt Verstärkungen aus ihrer Ersten, Zweiten oder Dritten holen werden, können wir das nicht, denn wir sind die einzige erste Mannschaft in der Liga."

Conrads hat Erfahrung mit Nierster Aufstiegen in die B-Klasse. Vor fünf Jahren - in der ersten Saison seines ersten Engagements in der Freien Herrlichkeit - hat er die Truppe schon einmal in die zweithöchste Liga auf Kreisebene geführt. Im vergangenen Jahr hatte er den Verein in Richtung FC Hellas verlassen, war nach einer desolaten Hinrunde der Nierster an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt, hatte den Abstieg aber nicht mehr verhindern können. Nun trägt der Neuaufbau Früchte. Die Adler haben eine starke Mannschaft zusammen, die überwiegend aus Akteuren besteht, die über B-Liga-Erfahrung verfügt. In der Hinrunde gewann sie elf ihrer 14 Partien, eine wurde am Grünen Tisch für die Adler gewertet, weil der Gegner nicht antrat.

Lediglich die beiden letzten Spiele der Hinrunde gingen verloren: Am vorletzten Spieltag gab es eine 2:4-Niederlage beim starken Tabellenzweiten TSV Bockum III, und in der letzten Partie des Jahres stark ersatzgeschwächt eine 2:3-Pleite gegen den Tabellensiebten Teutonia St. Tönis III. "Fünf Mann haben uns da gefehlt", sagt Conrads. Zudem fielen bei den beiden Niederlagen die beiden etatmäßigen Keeper Christopher Daub und Timo Ostermann verletzt aus, ein Feldspieler musste ins Tor. "Das hat es dem Gegner leicht gemacht. Der hat nur einmal aufs Tor geschossen, und trotzdem lagen wir 0:2 zurück", sagt der Coach, der sich für die Rückrunde die Dienste eines dritten Keepers sichern will, damit so eine Notsituation nicht noch einmal vorkommt.

Prunkstück der Nierster ist die Abwehr um Rashid Hamouchi, Philip Hofmann, Markus Reiners und Tobias Neumann sowie Libero Christian Müller, die nur 16 Gegentore zuließen; das ist die mit Abstand beste Bilanz in der Liga. Aber auch in der Offensive ist die Elf vom Kullenberg stark, hat schon 50 Treffer erzielt. Die meisten gehen auf das Konto von Kapitän Tim Helesky, der schnelle Mann mit der Nummer "11" hat schon 15 Mal eingenetzt. Aber auch Sebastian Janßen und Stefan Günther haben ihre Torkonten schon auf zehn und neun Treffer geschraubt.

Ihre beste Partie machten die Nierster gegen Spielsport Krefeld. "Die kamen mit einer Bilanz von 54 geschossenen Toren zu uns. Und dann haben wir die mit ihren eigenen Waffen geschlagen und sie mit 7:2 auseinandergenommen."

So eine starke Leistung wünscht sich der Coach auch für die erste Partie im neuen Jahr: Im Februar treffen die Nierster auf den starken Tabellenvierten Anadoluspor III. "Das ist ein Hammer, dass wir direkt einen so starken Gegner haben. Das ist ein Schlüsselspiel für uns und richtungsweisend für die Rückrunde."

Quelle: RP
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