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Meerbusch
Feuerwehr rettet Mädchen aus Toilette

Meerbusch: Feuerwehr rettet Mädchen aus Toilette
Ein Feuerwehrmann schneidet gestern mit technischem Gerät einen Teil der Trennwand aus der Toilettenkabine, um den Kopf des Mädchens zu befreien. Ein Kollege assistiert ihm. FOTO: Feuerwehr Meerbusch
Meerbusch. Kurioser Feuerwehreinsatz in Strümp: Ein achtjähriges Mädchen hatte sich den Kopf unter einer Trennwand zwischen zwei Toilettenkabinen eingeklemmt. Die Feuerwehr schnitt einen Teil der Trennwand heraus. Von Sebastian Peters

Ein nicht alltäglicher Rettungseinsatz für 25 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Meerbusch am Donnerstag in der Strümper Martinus-Grundschule: Ein achtjähriges Mädchen war dort mit seinem Hals unter der Trennwand zwischen zwei Toilettenkabinen steckengeblieben. Um 8.22 Uhr ging der Notruf aus der Schule bei der Kreisleitstelle in Neuss ein. Sofort rückten drei Löschzüge aus Strümp und Osterath zusammen mit den hauptamtlichen Kräften der Feuerwache zur Grundschule aus. Das Mädchen sei in großer Panik gewesen, berichtete Feuerwehrsprecher Frank Mohr unserer Redaktion im Anschluss. Der Unfall soll laut Schulleiterin Anne Weddeling-Wolff beim Spielen passiert sein.

Mit Säge aus Toilette geschnitten

Da die massive Trennwand nicht zeitnah mit Werkzeug zu demontieren war, setzte die Feuerwehr eine elektrische Säge ein und schnitt ein großes Stück der Trennwand zwischen den Kabinen heraus. Geschützt durch Ohrenschützer und betreut durch die Feuerwehr überstand die Grundschülerin die Befreiungsaktion unverletzt und konnte nach wenigen Minuten wieder von ihrer Klassenlehrerin getröstet werden. Vor Ort übernahmen die ersten Einsatzkräfte sofort die Betreuung des Kindes. Der Rettungsdienst der Johanniter-Unfallhilfe stellte parallel die medizinische Versorgung des Kindes sicher.

Der Schaden an der Trennwand ist laut Feuerwehr überschaubar und das Mädchen wohlauf. Nach 40 Minuten war der Einsatz für die 25 Einsatzkräfte beendet.

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Mädchen konnte wieder in den Unterricht

Schulleiterin Anne Weddeling-Wolff berichtete, dass das Mädchen direkt danach wieder normal am Unterricht teilnehmen konnte. "Es ging ihr nicht ums Gaffen, der Unfall ist im Spiel passiert." Sie sei dankbar, dass die Feuerwehr so schnell vor Ort gewesen sei und so umsichtig geholfen habe. Auch für die Feuerwehr kommen Einsätze wie dieser nicht alle Tage vor. "Vor zwei Jahren hatten wir einen Einsatz in Strümp, weil sich ein Kind in einem Geländer festgeklemmt hatte. Wir haben auch schon ein Kind gerettet, dessen Bein in einem BMX-Rad festgeklemmt war", sagt Frank Mohr.

Das Problem in solchen Fällen sei die Panik. Nachdem der Kopf unter der Trennwand hindurch geschoben wurde, sei es wohl zu einer Schwellung gekommen. Beim Versuch, den Kopf zurückzuziehen, seien außerdem die Ohren im Weg gewesen. "Wir sind froh, dass dennoch alles glimpflich abgelaufen ist."

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Quelle: RP
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