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Meerbusch
Flüchtlinge: Barbara-Gerretz-Schule bald voll belegt

Meerbusch. Kein Flüchtlingsheim, sondern ein Gebäude für sozialen Wohnungsbau soll an der Insterburger Straße in Osterath entstehen. Damit reagiert die Stadt nach Angaben von Dezernent Frank Maatz auf aktuellen Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik.

Bislang war an der Straße eigentlich eine Unterkunft geplant. Da demnächst aber viele Flüchtlinge, deren Asylantrag bereits genehmigt ist, eine Wohnung suchen, sei neu gedacht worden, so Maatz im Sozialausschuss. Bundesweit gehe es ja darum, dass Flüchtlinge schneller als bislang anerkannt werden - und darum auch schneller langfristige Unterkünfte brauchen.

Das Haus soll ab Juni 2018 aber nicht nur Flüchtlingen, sondern auch anderen, die für den sozialen Wohnungsbau in Frage kommen, zur Verfügung stehen. Vor den Politikern gab Maatz den aktuellen Stand in Sachen Zuwanderung.

Demnach ist die Barbara-Gerretz-Schule zurzeit mit 68 Personen belegt. Pro Woche kämen 30 neue hinzu. "Noch zwei Wochen, dann ist die Schule voll belegt", so Maatz. Die frühere Kita am Neusser Feldweg, in der 40 Flüchtlinge leben, wird mindestens für ein weiteres Jahr angemietet - so lange, bis die Insterburger Straße fertig ist.

Die neu gebauten Holzhäuser Am Eisenbrand werden ab Oktober nach und nach mit insgesamt 200 Flüchtlingen bezogen. Der Neubau der Häuser "Am alten Teich" werde weiter verfolgt, ebenso wie das GWG-Objekt an der Rottstraße.

Ob es Probleme in den Unterkünfte gebe, wollte die SPD-Fraktion in einer Anfrage wissen. Maatz beschrieb es lieber mit "Herausforderungen" und meinte: "Natürlich läuft nicht alles rund da, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen leben."

Der Ausschuss genehmigte außerdem Personalmehrkosten - 8000 Euro in diesem, 31.000 Euro im nächsten Jahr - als Unterstützung für eine Vollzeitstelle der Caritas-Sozialdienste des Kreises Neuss. In dem Projekt geht es darum, Wohnungslosigkeit - auch bei Flüchtlingen - zu vermeiden oder zu beenden.

In einer früheren Version dieses Artikels hatte es geheißen, dass 140 Flüchtlinge in der früheren Kita leben. Das und den Straßennamen "Neusser Feldweg" haben wir korrigiert und bedanken uns für die Hinweise der Leser.

(ak)
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