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Meerbusch
Flüchtlingsunterkunft: Alle Fragen und Antworten

In Zahlen: Flüchtlinge pro Stadt
In Zahlen: Flüchtlinge pro Stadt FOTO: RP
Meerbusch. Von Montag an sollen bis zu 150 Flüchtlinge in der Turnhalle des Mataré-Gymnasiums untergebracht werden

Ab Montag wird die Turnhalle des Mataré-Gymnasiums zur Notaufnahmeunterkunft für bis zu 150 Flüchtlinge. Unsere Zeitung hat die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst.

Woher kommen die Flüchtlinge?

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Das steht noch nicht fest. Die Stadt Meerbusch wird es voraussichtlich zwei Stunden vor der Ankunft erfahren. Am Montag werden rund 100 Flüchtlinge erwartet, am Dienstag weitere 50.

Wie lange bleiben die Flüchtlinge in Meerbusch?

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Die Unterkunft wird mindestens drei Wochen bestehen bleiben. Allerdings rechnet die Stadt damit, dass es auch bis zu drei Monate werden könnten. Da es die erste Anlauf-station für die Flüchtlinge ist, werden Familien oder Einzelpersonen von Meerbusch aus weitervermittelt in reguläre Flüchtlingsunterkünfte. Das kann bereits nach einigen Tagen oder auch erst nach Wochen geschehen. Allerdings werden voraussichtlich immer wieder auch neue Flüchtlinge nachkommen.

Was ist, wenn die Schule wieder losgeht?

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Die Turnhalle steht dem Mataré-Gymnasium zu Beginn des neuen Schuljahres nicht zur Verfügung. Auch Sportvereine können die Halle nicht nutzen. Der Stadt-Sport-Verband kümmert sich um einen Ausweichplan für die Vereine. Die Flüchtlingsunterkunft ist durch einen Bauzaun vom Schulgelände abgeriegelt.

Die Flüchtlinge werden eingesperrt?

Nein, sie genießen nach ihrer Registrierung Freizügigkeit, können die Turnhalle jederzeit verlassen. Allerdings ist das Betreten der Flüchtlingsunterkunft für alle nicht befugten Personen untersagt. Ein Wachdienst kontrolliert.

Ich möchte gerne helfen. Was wird gebraucht?

Geduld. Da noch nicht klar ist, wie viele Kinder, wie viele Frauen, wie viele Männer ankommen werden, kann die Stadt konkrete Angaben frühestens am Montag machen. Geplant ist, dass spätestens ab Dienstag das ehemalige Jugendzentrum "Pappkarton" am Mönkesweg in Strümp als provisorische Kleiderkammer öffnet. Sicher ist schon jetzt: Benötigt werden vor allem Koffer und Reisetaschen sowie (wärmende) Oberbekleidung. Unterwäsche wird nicht angenommen.

Warum muss Meerbusch jetzt so kurzfristig so viele Flüchtlinge aufnehmen?

Der Auftrag kam vom Land NRW, weil die landeseigenen Unterkünfte voll sind.

Welche Kosten kommen auf die Stadt zu?

Da die 150 Flüchtlinge im Auftrag des Landes untergebracht werden, trägt das Land NRW alle Kosten.

Hat die Stadt ein Bürgertelefon geschaltet?

Ja. Unter Telefon 02132 916-232 werden Fragen beantwortet und Hilfsangebote entgegengenommen. Das Telefon ist rund um die Uhr besetzt. Gestern gab's pro Stunde bereits rund 50 Anrufer - deshalb bittet die Stadt um Verständnis für eventuelle Wartezeiten. Zusätzlich hat die Stadt eine E-Mail-Adresse eingerichtet: asyl@meerbusch.de

(mrö)
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