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Meerbusch
Gelb-Blaue wollen drei Punkte

Meerbusch. Der TSV will dem WSV die Aufstiegsparty verderben. Die Meerbuscher wollen am Sonntag beim Meister gewinnen und damit ihre Ansprüche auf den dritten Platz unterstreichen. Von Falk Janning

Respekt? Ja. Furcht? Nein. Der TSV Meerbusch reist am Sonntag (15 Uhr, Stadion am Zoo) zum Wuppertaler SV, der seit vergangener Woche als Meister der Oberliga feststeht. Die Gelb-Blauen sinnen im Bergischen auf Revanche für die unglückliche 1:3-Niederlage aus dem Hinspiel. "Da waren wir in fast allen Belangen überlegen, nur nicht im Ausnutzen der Torchancen", sagt Robert Palikuca. "Den möglichen Sieg haben wir schließlich durch individuelle Fehler verpasst - und weil unser Keeper einen rabenschwarzen Tag hatte." Das soll diesmal alles anders werden.

Der Trainer und seine Schützlinge fahren nach der bislang so erfolgreich verlaufenen Saison mit großem Selbstbewusstsein und Selbstverständnis an die Wupper. "Für den WSV ist es das erste Heimspiel, seitdem die Meisterschaft perfekt ist. Sie werden sicher in Partylaune sein. Wir werden aber nicht dahinfahren, um mitzufeiern. Wir wollen dort alle drei Punkte holen", so der Trainer. "Wir freuen uns auf das Spiel vor der großen Kulisse. Meine Spieler haben Bock darauf, sind richtig heiß." Die Meerbuscher können einen Dreier gut gebrauchen, denn sie schielen als Tabellensechster noch auf den dritten Rang, haben nur zwei Zähler Rückstand auf Jahn/Hiesfeld. Gerne erinnern sie sich an die vergangene Spielzeit, als sie im Bergischen 1:0 gewannen. Von einem ganz besonderen Reiz ist die Fahrt zum WSV vor allem für TSV-Angreifer Denis Schmidt, der bis vergangene Saison die Fußballschuhe für den ehemaligen Bundesligisten schnürte und auf ein Erfolgserlebnis an alter Wirkungsstätte brennt. In der Hinrunde hatte der Stürmer sieben Treffer erzielt, hat seine viermonatige Torflaute mit seinen beiden Treffern gegen den 1. FC Mönchengladbach und den MSV Duisburg II beendet. Mit Treffer Nummer zehn in Wuppertal würde er seine Saison krönen. Verzichten müssen die Meerbuscher auf Lukas Reinert (Knöchelverletzung aus dem Oberhausen-Spiel) und Brian Günther, der in dieser Saison wegen einer Leistenverletzung nicht mehr auflaufen wird. Ein großes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz des angeschlagenen Linksverteidigers Daniel Klinger, der seit zwei Wochen nicht mehr auf dem Übungsplatz gestanden hat und noch auf das heutige Abschlusstraining hofft. Keine Option ist außerdem der weiterhin verletzte Tim Knetsch.

Im Hintergrund planen die Verantwortlichen bereits den Kader für die kommende Saison. Den niederländischen Mittelfeldspieler Esin Gula, der mit seinem Wechsel zum FC Wegberg-Beeck näher an seine Heimat wechselt, konnten die Meerbuscher nicht halten. "Keine Frage, mit Esin hätten wir gerne auch in der nächsten Saison zusammengearbeitet", sagt Palikuca. "Wir werden aber dennoch ein sehr gutes Team zusammenstellen."

Quelle: RP
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