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Meerbusch
Geschäftsräume bleiben stark gefragt

Meerbusch: Geschäftsräume bleiben stark gefragt
Edle Damenmode von "mimi" auf der Dorfstraße in Meerbusch. Inhaberin Mimi Amin sammelte zehn Jahre Modeerfahrung in Abu Dhabi und bietet als Extra-Service Beratungen zu Hause an. FOTO: hans-Jürgen Bauer
Meerbusch. Auch wenn es in einigen Läden immer mal einen Wechsel gibt: Leerstand ist selten. Münstermann-Nachfolger haben den Betrieb aufgenommen und das Personal übernommen. Vor allem der Branchenmix wird hervorgehoben. Von Monika Götz

Die Geschäftswelt in den Meerbuscher Ortsteilen kennt keinen Stillstand. Veränderungen gehören zur Tagesordnung. Bewährtes aber bleibt erhalten, und so setzt der Einzelhandel weiterhin auf Individualität und Service. Wirtschaftsförderin Heike Reiß fasst das so zusammen: "Nach wie vor sind wir in Meerbusch stolz auf einen guten Branchenmix innerhalb des überwiegend inhabergeführten Einzelhandels. Und entgegen aller Prognosen ist dieser sehr stabil. Gerade in Büderich konnte man in den letzten Monaten Veränderungen beobachten, aber da die Verkaufsflächen innerhalb kürzester Zeit weitervermietet wurden, gab es keinen Leerstand - das spricht für sich."

Der eine oder andere Einzelhändler wechselt auch nur den Stadtteil - wie beispielsweise Marie-Louise Walker. Sie ist vor wenigen Wochen mit ihrem Geschäft "Liwing-Room" aus der Büdericher Dorfstraße an die Hochstraße 19 in Osterath gezogen: "Für mich war es wie ein Nachhause kommen." Ende der 1990er Jahre führte sie in unmittelbarer Nähe zehn Jahre lang einen Teeladen und freut sich, jetzt zurück zu sein. Im neuen "Liwing-Room" wird die Öko-Linie gepflegt: "Ich achte auf kurze Lieferwege." Da passt es gut, dass die Tischdecken und -läufer aus dem Hause Sander in Büderich bei ihren Kunden sehr beliebt sind: "Meine Bestellung kann ich dort selbst abholen." Aus Europaletten gebaute Möbel, Tüten aus recyceltem Papier, Lampen aus Bananenblättern und Decken aus Bio-Baumwolle vervollständigen gemeinsam mit Kerzenleuchtern, Vasen, Taschen, Grußkarten und allerlei Deko-Ware das Programm.

Thomas Macha (v.l.), Marlene Nagel und Sabine Gramberg im ehemaligen Münstermann Geschäft. FOTO: Monika Götz

Dort, wo ein Teil dieser Artikel in den vergangenen zwei Jahren angeboten wurde, gibt's heute bei "mimi" edle Damen-Mode. Mimi Amin, jetzt neu an der Dorfstraße in Büderich, kleidet ihre Kundinnen gern in Labels italienischer Designer, führt Hochwertiges von Cavalli oder Missoni und junge Mode von Blugirl. Die 35-jährige Mutter von zwei Kindern lebt in Büderich und hat den Laden aufwendig renovieren lassen. Erfahrung in der Modeszene hat sie in Abu Dhabi gesammelt: "Dort hatte ich zehn Jahre lang einen Haute Couture-Laden." Jetzt fühlt sie sich in Meerbusch wohl und will vor allem mit Service - zum Beispiel Beratung zu Hause - punkten. Den angeschlossenen Styling-Room betreibt Anja Jachym.

Neues auch an der Theodor-Hellmich-Straße. Dort, wo fast 25 Jahre das Traditionshaus Münstermann Damenmode verkaufte, wurde ebenfalls komplett umgestaltet. "Wir haben eine hohe Summe investiert - auch, um unsere Handschrift einzubringen", erklärt Thomas Macha, "lifestyle by herzog & macha". Der Bekleidungsspezialist aus Osnabrück hat die Münstermann-Nachfolge angetreten. Besonders überrascht dürften ehemalige Münstermann-Kundinnen über die bekannten Gesichter des Teams sein - alle Mitarbeiterinnen wurden vom neuen Betreiber komplett übernommen. "Das ist den Kunden sehr wichtig und kommt gut an", versichern Sabine Gramberg, Marlene Nagel und Renate Ruthe. Sie sind froh darüber, dass trotz einiger neuer Labels ein Großteil der bisherigen Produktlinien weiter zum Programm gehört.

Marie-Luise Walker in ihren neuen Räumlichkeiten des "Liwing-Room". FOTO: monika götz

Gabriele Münks dagegen überrascht in den renovierten "Windlicht"-Räumen an der Meerbuscher Straße 33 in Osterath mit einer ganz neuen Linie. Geschenkartikel laufen nur noch am Rande mit, Modisches für Damen, klassisch, bunt, maritim von Lieblingsstück oder Soxxs und auch Modelle in großen Größen von No Secret stehen im Mittelpunkt. Außerdem hat Gabriele Münks Babykleidung ins Programm genommen: "Damit möchte ich die Lücke schließen, die 'Klamottenlotte' hinterlassen hat."

Quelle: RP
 
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