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Meerbusch
"Hafenalarm 2.0" - 5000 Briefe für Bürger im Meerbuscher Norden

Meerbusch. 5000 Bürger in den nördlichen Stadtteilen Meerbuschs erhalten in diesen Tagen Post von den Bürgerinitiativen gegen die Südanbindung und Erweiterung des Krefelder Hafens auf Meerbuscher Stadtgebiet. "Hafenalarm 2.0" heißt die Kampagne. Von Sebastian Peters

Die vereinigten Initiativen aus dem Meerbuscher Norden wollen den Druck auf den Regionalrat erhöhen, um die gefürchtete Straße und die Expansionspläne des Hafens zu verhindern. Die Initiativen appellieren an die Bürger, Einwände gegen das Vorhaben zu formulieren. In dem Schreiben finden sich auch Vordrucke, die den Bürgern beim Formulieren helfen.

Die Situation ist verfahren: Eigentlich steht die Südanbindung -also die verkehrliche Erschließung des Krefelder Hafens durch das Naturschutzgebiet Buersbach/Latumer Bruch von Uerdinger Straße zur Bismarckstraße - grafisch nicht mehr im derzeit ausliegenden neuen Entwurf des Regionalplans. Initiativenvertreter wie der Lank-Latumer Franz-Josef Jürgens glauben aber, dass der Bau nur aufgeschoben ist. Ebenso befürchten die Initiativen, dass über kurz oder lang der Krefelder Hafen auf Meerbuscher Stadtgebiet vergrößert werden könnte.

Im Juni 2016 hatte der Regionalrat einen Beschluss zur Südanbindung gefasst. Wörtlich steht jetzt im Entwurf des Regionalplans: "Es wird davon ausgegangen, dass bis zur Klärung der Sachfragen bzw. Vorlage der Prüfergebnisse und der Herstellung des Einvernehmens der Städte Krefeld und Meerbusch die Gebiete, die für eine Erweiterung des Hafens Krefeld und einer zusätzlichen Verkehrserschließung in Frage kommen, von weiteren Nutzungen freigehalten werden, es sei denn, diese sind rechtlich geboten. Es ist jedoch durch Optimierung der vorhandenen Erschließung des Krefelder Hafens darauf hinzuarbeiten, eine neue, zusätzliche Erschließung zu vermeiden."

Franz-Josef Jürgens interpretiert diese Sätze so, dass eine Südanbindung weiterhin nicht ausgeschlossen wird. Auch im neuen Schreiben an die Bürger bringen die Initiativen ihre Sorge zum Ausdruck, dass die Straße "noch nicht vom Tisch ist". Wenn die Südanbindung kommt, würde die Verkehrsbelastung vom und zum Hafen Krefeld von der A 44 und der A 57 durch die Stadtteile im Meerbuscher Norden deutlich steigen, fürchten die Initiativen. Einwände gegen den Regionalplan sind bis zum 7. Oktober möglich und können gesendet werden an die Bezirksregierung Düsseldorf, Dezernat 32, Postfach 300865, 40408 Düsseldorf.

Quelle: RP
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