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Meerbusch
Handball-Routinier beendet Karriere

Meerbusch: Handball-Routinier beendet Karriere
Tim von Bösekom im Spiele gegen den TV Oppum. Morgen feiert er gegen den Lokalrivalen seinen Abschied. FOTO: Janning
Meerbusch. Mit dem 36-jährigen Spielmacher Tim von Bösekom hört beim TuS Treudeutsch Lank der überragende Spieler der vergangenen 15 Jahre auf. Gegen den TV Oppum bestreitet er sein letztes Heimspiel. Von Falk Janning

Das letzte Heimspiel der Saison steht bei den Lanker Handballern am Samstag ganz im Zeichen von Abschied: Spielmacher Tim von Bösekom gibt nach 18 Jahren im Trikot der ersten Mannschaft des TuS Treudeutsch 07 mit der Partie gegen den Lokalrivalen TV Oppum (19.30 Uhr, Forstenberg-Sporthalle) seine letzte Vorstellung vor heimischen Publikum. Mit dem Abgang des 36-jährigen Rückraumspielers geht bei den Treudeutschen eine Ära zu Ende. Er leitet einen Umbruch ein.

"So ganz ohne Handball werde ich sicher nicht auskommen", sagt van Bösekom. "Ich muss meinem Körper aber etwas Ruhe gönnen und werde nicht mehr für die Verbandsliga-Mannschaft spielen können." Der Spieler reagiert damit auf die Zeichen, die ihm sein Körper während der gerade zu Ende gehenden Saison gesendet hat. Da hatte er mit einer ganzen Reihe von Verletzungen zu kämpfen und war monatelang ausgefallen.

Seit 30 Jahren spielt der gebürtige Aldenrader schon Handball. 1996 schloss er sich den Treudeutschen an, steigerte sich in den ersten Jahren von Saison zu Saison und wuchs in die Rolle des Spielmachers und Regisseurs hinein. "In den vergangenen 15 Jahren ist er in Lank zum überragenden Spieler aufgestiegen", sagt Hubert Krouß, sein damaliger und aktueller Trainer. Gemeinsam hatten sie im Jahre 2000 den ersten Oberliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte gefeiert. Von Bösekom erinnert sich sehr gerne daran. "Das war mein schönstes Handballerlebnis", sagt er. Es folgten in den Jahren danach noch zwei weitere Aufstiege in die Oberliga. Die bittersten Stunden waren für ihn die Abstiege, die immer gleich in der ersten Saison auf die Aufstiege folgten. Nur zu gerne hätte er einmal den Abstiegskampf in der Oberliga gewonnen. Vor dem Anpfiff wird der Verein seinen Handballhelden ehren. Voraussichtlich am 3. September wird es dann kurz vor Saisonbeginn noch ein Abschiedsspiel für von Bösekom geben, der mit einer Auswahl seiner Weggefährten gegen die aktuelle Mannschaft antreten soll.

Von Bösekom war auch in der laufenden Saison noch eine wichtige Säule im Team. Umso schlimmer waren für das Team seine monatelangen Verletzungspausen. Das Lanker Spielsystem ist perfekt auf den torgefährlichen Rückraumspieler zugeschnitten, über den Krouß sagt: "Stärken sind seine große Dynamik, sein gutes Spielverständnis und sein Durchsetzungsvermögen in Eins-gegen-eins-Situationen. Und er ist der einzige Linkshänder, den ich kenne, der mit rechts Handball spielt." Morgen im Spiel gegen den TV Oppum stehen er und seine Mannschaft noch einmal vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Denn mit dem Lokalrivalen kommt das zweitstärkste Team der Liga nach Lank. "Wir wünschen uns einen schönen Abschluss und einen Sieg gegen Oppum", sagen von Bösekom und Krouß. Die Mannschaft kann dabei in Bestbesetzung antreten, der Trainer muss auf keinen Spieler verzichten. Für die Treudeutschen geht es auch um die Revanche für das Hinspiel, in dem sie das bessere Team waren, sich am Schluss aber selbst um den Erfolg brachten und völlig unnötig verloren.

Quelle: RP
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