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Meerbusch
Handballer wollen an die Spitze

Meerbusch: Handballer wollen an die Spitze
Torwart Toni Leygraf zählt mit zu den stärksten Lanker Spielern. FOTO: Falk Janning
Meerbusch. Lange haben sich die Landesliga-Spieler des TuS Treudeutsch schwer getan, nach dem Ende der Ära Hubert Krouß und der Verjüngung des Kaders ein Saisonziel zu formulieren. Von Falk Janning

Mit Mario Lenders als Nachfolger auf der Trainerbank sind die Lanker so gut in die Saison gestartet, dass sie sich nun trauen, einen Platz unter den ersten Drei anzupeilen. Zur Winterpause ist die Truppe mit 14:8 Punkten Tabellendritter hinter dem TV Lobberich (17:3) und dem TV Geistenbeck (14:6). Dabei hat die Mannschaft noch viel Luft nach oben: "Wir haben die Kennenlernphase jetzt abgeschlossen", sagt Lenders. "Im neuen Jahr werden wir uns noch steigern können."

In den ersten elf Meisterschaftspartien zeigten die Lanker einige Klasseleistungen, spielten nach einem Fehlstart mit nur einem Sieg aus den ersten drei Partien bei den folgenden sechs Partien teilweise groß auf. Sechsmal in Folge blieben sie ungeschlagen (fünf Siege, ein Remis) und zeigten bei den Erfolgen über die HSG Vennickel/Rumeln/Kaldenhausen (26:24), den Tabellenzweiten TV Geistenbeck (30:19) und den TV Vorst (30:25) ihre besten Vorstellungen.

Sie waren aber ebenso oft auch für negative Überraschungen gut, präsentierten sich bei den Niederlagen gegen den TSV Kaldenkirchen (29:32), Jahn/Hiesfeld (26:30) und Adler Königshof (22:24) nicht von ihrer besten Seite. "Wenn wir konsequenter und konstanter gespielt hätten, hätten wir noch einige Punkte mehr auf dem Konto", sagt der Treudeutsch-Coach, der in der letzten Partie des Jahres zudem ein bitteres 32:32-Remis beim Drittletzten TV Korschenbroich II erleben musste.

Trotz der vereinzelten Enttäuschenden und bitteren Ergebnisse, der Coach präsentiert sich insgesamt völlig einverstanden mit den Leistungen der Mannschaft von Spielführer Philipp Menckenhagen. Vor allem die zahlreichen Verletzungen verhinderten ein noch besseres Abschneiden. "Es haben teilweise eine ganze Reihe wichtiger Spieler angeschlagen gefehlt, es fehlen dann die Alternativen auf der Bank, wenn es mal nicht so gut läuft", sagt er. "Wenn wir am Ende der Saison Platz drei erreichen, haben wir eine sehr gute Saison gespielt und sie ohne Schaden überstanden", sagt er.

Marc (Sprunggelenksverletzung) und Eric Reiners (Hand) fehlen den Treudeutschen seit vielen Wochen, und sie werden auch am 21. Januar beim Start in die Restsaison in Lobberich noch nicht dabei sein. Das gleiche gilt für Jan Verholen, dessen Knie- und Fußverletzung schon verheilt schien. Bei seinem Comeback verletzte er sich erneut.

Die Niederlage bei Jahn/Hiesfeld am vorletzten Spieltag des Jahres tat Lenders besonders weh. "Da sind wir zu großspurig und gutgläubig hingefahren und haben dafür die Quittung bekommen", klagt der Coach. "Das ist ein Lanker Phänomen. Die Treudeutschen passen sich oft dem Niveau der Gegner an. Was ja nicht schlimm ist, wenn das gegen eine starke Mannschaft geschieht. Im anderen Falle aber ist es einfach nur frustrierend."

Zu den stärksten Lanker Spielern zählte Torwart Toni Leygraf, der sich gegenüber der vergangenen Saison noch einmal steigerte. Eine gute Entwicklung attestiert der Coach Alexander Görtz und den beiden Linkshändern Florian Franzen und Tobias Düllberg. Die Rückkehr in ein sehr ausgeglichen besetztes Team ist nach langer Verletzung Florian Upelj geglückt, der - laut Trainer - "immer für eine gute Idee gut ist".

Quelle: RP
 
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