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Kommentar
Helfen ist erlaubt

Krisenkommunikation ist im günstigsten Fall gar nicht erst nötig. Denn sie muss oft mühsam nach wirklichen Krisen als Instrument zur Beschwichtigung eingesetzt werden. Die Stadt Meerbusch versucht bereits im Vorfeld, Kommunikations-Krisen zu umschiffen, indem sie jetzt schon zum wiederholten Mal Bürger eingeladen hat, um Fragen in Sachen Flüchtlinge zu beantworten.

Das ist eine gute Idee. Denn es gibt bei vielen diffuse Ängste: Sie wissen nicht, wer demnächst in ihrer Nachbarschaft leben wird, welche Auswirkungen das für sie persönlich hat. Bei diesen Ängsten die Meerbuscher mitzunehmen, sie über alle Zahlen, Daten Fakten zu informieren, ist der richtige Weg. Aber: Es muss noch mehr passieren. Aufgabe der Stadt ist, die Flüchtlinge unterzubringen. Punkt. Was dann unter dem Stichwort Integration passiert, sollte sich im besten Fall aus bürgerschaftlichem Engagement entwickeln. Und da ist Meerbusch schon jetzt Vorbild. Weil aber immer mehr Flüchtlinge kommen und auch bleiben werden, sollten sich noch mehr Meerbuscher Gedanken darüber machen, wie jeder Einzelne von ihnen sich engagieren kann. Ganz direkt - vielleicht mit zwei Stunden Zeit in der Woche. Das ist dann auch gut gegen die eigenen Ängste.

anke.kronemeyer@rheinische-post.de

Quelle: RP
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