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Meerbusch
Heute erster Spatenstich für Böhler-Straße

Meerbusch. Anwohner fordern per Unterschriftenliste besseren Lärmschutz entlang der neuen Straße.

Der August war als Starttermin für den Bau der Böhlerstraße genannt worden - dieses Ziel werden die Städte Meerbusch und Düsseldorf, auf deren Flächen die neue Straße entstehen soll, auch tatsächlich einhalten. Am heutigen Dienstag um 12.15 Uhr werden Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel und Meerbuschs Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage gemeinsam per Bagger den ersten Spatenstich für den Bau der Verlängerung der Böhlerstraße setzen.

Die neue Spange an der Stadtgrenze zwischen Meerbusch und Düsseldorf soll die Lücke zwischen der Düsseldorfer Straße / Krefelder Straße im Osten und der Neusser Straße auf Meerbuscher Gebiet im Westen schließen. Die Straße soll für eine Entlastung des umliegenden Straßennetzes sowie für eine bessere Anbindung der derzeit stark wachsenden Wohn- und Gewerbegebiete im Bereich der gemeinsamen Stadtgrenzen sorgen. Seit 15 Jahren ist der Bau der Böhlerstraße geplant - als zuletzt im Juli der August als Starttermin genannt wurde, zweifelte anlässlich der langen Vorlaufzeit mancher in Meerbusch, ob damit tatsächlich das Jahr 2016 gemeint sei.

Zuletzt war die Fläche zwischen Krefelder und Neusser Straße in Meerbusch gerodet und um einige Meter aufgeschüttet worden, um das Niveau der Krefelder Straße zu erreichen.

Anwohner in Heerdt fordern unterdessen, die geplante Lärmschutzwand entlang der neuen Böhlerstraße um 80 Meter Richtung Autobahnkreuz zu verlängern. "Wir können nun 849 Unterschriften für mehr Lärmschutz vorweisen", sagt Sonja Tyborski hocherfreut über die Unterstützung. "Seit Juni sind noch einmal 189 Unterschriften dazugekommen." Sie habe an Oberbürgermeister Thomas Geisel geschrieben und um eine Möglichkeit zur Übergabe der Unterschriften gebeten. Die Zeit dränge, weil die einst blühende Fläche, an der die Straße entstehen soll, bereits in ein Stoppelfeld verwandelt worden sei.

Vor einigen Wochen machten Sonja Tyborski und Mattes Wallenfang vom Ökotop-Verein Heerdt bei einer Ortsbesichtigung auf den fehlenden Lärmschutz aufmerksam. "Es geht uns nicht darum, den Autobahnanschluss zu kritisieren", sagten sie übereinstimmend. Vielmehr sollte nicht erst gebaut und danach für Lärmschutz gesorgt werden, sondern dieser von Anfang an eingeplant werden. "Sicher befinden sich auf dem letzten Stück der neuen Böhlerstraße keine Wohnhäuser, sondern Sträucher und Bäume, die das Ökotop begrenzen." Trotzdem sollte das Ökotop als einzigartiges ökologisches Projekt mehr wertgeschätzt werden. Wallenfang macht den Vorschlag, statt Lärmschutzwand den vorhandenen begrünten Erdwall entlang Meerbuscher B7-Abfahrt um die Ecke herum zu verlängern und mit der künftigen Lärmschutzwand zu verknüpfen. Einst war der Wall aufgeschüttet worden, um die Pflanzen- und Tierwelt des Ökotops zu schützen.

(hiw/sep)
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