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Meerbusch
Hoffnung auf erfolgreiche Rückrunde

Meerbusch: Hoffnung auf erfolgreiche Rückrunde
Denis Hauswald (rechts) hat als einziger Spieler des Kaders alle 13 Partien absolviert. Er erzielte dabei 19 Treffer. FOTO: Janning
Meerbusch. Denis Hauswald, Stürmer des FC Büderich, hat in dieser Saison schon 19 Tore erzielt und sieht seinen Verein bald wieder in der Bezirksliga. Ende Februar startet die Rückrunde mit der Partie gegen den SV Wersten 04 Von Falk Janning

"Es wäre eine Riesen-Enttäuschung, wenn wir uns das noch nehmen lassen und den Aufstieg nicht schaffen", sagt Denis Hauswald. Der 25-jährige Stürmer führt mit dem FC Büderich die Tabelle der Kreisliga A2 in überlegener Manier an und meint: "Es mag arrogant klingen, aber der FCB gehört einfach zurück in die Bezirksliga. Wir sind in allen Mannschaftsteilen eine Klasse besser, haben den besten Sturm der Liga, die beste Abwehr und das beste Mittelfeld."

Eindrucksvoll ist, mit welcher Wucht und Geschwindigkeit der FCB durch die Hinserie gefegt ist: Die Blau-Schwarzen sind noch ungeschlagen, haben die ersten zwölf Partien meist deutlich gewonnen und erst im 13. und letzten Spiel des Jahres zwei Punkte abgegeben, als sie aufgrund vieler verletzungsbedingter Ausfälle nur Unentschieden gegen den Tabellenfünften TuS Gerresheim spielten. Im Schnitt haben die Büdericher fast fünf Treffer pro Partie erzielt, ihr Torverhältnis auf 63:8 geschraubt. "Wir waren selbst überrascht, wie gut es läuft", so Hauswald. "Wir hatten uns nach dem Abstieg den sofortigen Wiederaufstieg auf die Fahnen geschrieben, aber nicht geahnt, dass wir so locker dadurch marschieren. Jetzt können wir uns im Prinzip nur noch selbst schlagen."

Ihre beste Phase hatte die Truppe von Trainer Moulay Rhoulimi zwischen dem zweiten und achten Spieltag, als sie bei ihren sechs Siegen keinen einzigen Gegentreffer kassierte und auf der anderen Seite selbst 33 Mal erfolgreich war. In diese Phase fällt auch der 2:0-Sieg über die Sportfreunde Gerresheim, die dem FCB als Tabellenzweiter noch am nächsten kommen und zur Winterpause einen Sieben-Punkte-Rückstand aufweisen. "Das Spiel gegen die Sportfreunde war unser stärkstes, denn da hat man deutlich gemerkt, dass wir sogar gegenüber dem Tabellenzweiten deutlich stärker waren", sagt Hauswald.

Er sieht eine Gefahr noch in dem Entscheidungsspiel um den Aufstieg. Nach dem Ende der Punktspielrunde treffen die Meister der beiden A-Liga-Gruppen aufeinander und ermitteln den einzigen Aufsteiger. "Dieser Modus ist ungerecht. Denn man scheitert, wenn man am Tag des Entscheidungsspiels in schlechter Verfassung ist. Da kann zuvor ein Jahr lang so deutlich dominiert haben wie nie zuvor, das zählt dann nicht mehr."

Der schlaksige Angreifer, der in Oberkassel wohnt und Wirtschaftspsychologie studiert, spielt selbst eine starke Saison und profitiert auch bei seiner persönlichen Bilanz von der teilweise großen Überlegenheit der Truppe: Mit Ausnahme von zwei Partien trug er sich immer in die Torschützenliste ein und kommt so auf schon 19 Treffer. Der gebürtige Büdericher ist damit so erfolgreich wie nie zuvor. "Ich hatte mir schon erhofft, eine Klasse tiefer einige Buden mehr machen zu können. Aber mit einer so guten Quote hatte ich nicht gerechnet." Große Unterstützung bekam er aus dem Mittelfeld, das ihn mit Vorlagen fütterte. Nun hofft er auf eine ähnliche erfolgreiche Rückrunde.

Als A-Jugendlicher war er zum Lohauser SV gegangen, nach einer Saison zum Landesligisten SV Wersten und nach drei Jahren zum Liganachbarn VfB Hilden, mit dem er in die Oberliga aufstieg. Vor dreieinhalb Jahren war er schließlich zu seinem Heimatverein zurückgekehrt. Bereut hat er diesen Schritt nicht. Die aktuelle Saison entschädigt für den Frust der vergangenen und den Abstieg. "Wir haben einen großen Umbruch gehabt, Zusammenhalt und Kameradschaft sind wirklich erstklassig." Und auch sportlich sei das Niveau deutlich gestiegen. "Wir haben unter anderem in Fabian Gombarek, Kevin Völler-Aducci und Marcel Bastians drei oberligaerfahrene Akteure dazu bekommen, das merkt man unserem Spiel deutlich an." Auf Dauer rechnet er damit, dass sich der FCB aufgrund seines großen Potenzials und seiner hervorragenden Jugendarbeit in der Landesliga etablieren kann. "Doch erst einmal müssen wir den Schritt zurück in die Bezirksliga schaffen. Da können wir uns in dieser Saison nur noch selbst schlagen."

Quelle: RP
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