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Meerbusch
Holocaust verharmlosende Flugblätter in Osterath

Meerbusch: Holocaust verharmlosende Flugblätter in Osterath
An Osterather Laternen hingen Flugblätter mit Holocaust-verharmlosenden Inhalt. FOTO: Julia Choi
Meerbusch. Zettel mit Äußerungen, die den Holocaust verharmlosen, haben in Osterath für Wirbel gesorgt. An Laternenmasten in dem Meerbuscher Stadtteil waren an der Kaarster Straße Ecke Schützendelle, an der Krefelder Straße und an der Südstraße die Blätter befestigt. Von Sabine Meuter

Ein Anwohner informierte am Sonntag die Polizei, wie eine Sprecherin gestern auf Anfrage mitteilte. Beamte rückten darauf hin aus und entfernten die Zettel. Ein Bürger stellte Strafanzeige gegen Unbekannt. Inzwischen ermittelt der Staatsschutz. Das Strafgesetzbuch sieht für Volksverhetzung empfindliche Strafen vor. Wer eine in der NS-Zeit begangene Straftat öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost, muss mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe rechnen.

Nach Schätzungen wurden in der NS-Zeit rund sechs Millionen Juden ermordet. Den Nazi-Verbrechen fielen auch Sinti und Roma sowie Behinderte, Homosexuelle und Regimegegner zum Opfer.

Wer weitere solcher Zettel findet, sollte sich umgehend bei der Polizei melden - und gegebenenfalls auch Personen beschreiben, die sie aufhängen oder zum Vervielfältigen in Auftrag geben. Telefon 02131 3000.

Quelle: RP
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