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Meerbusch
IHK: "Gewerbegebiet ist eine Premiumfläche"

Meerbusch. Planungsausschuss diskutiert erst im Juni. IHK-Chef will mit Bürgerinitiative reden. Von Anke Kronemeyer

Für Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein (IHK), ist die Sachlage klar: "Das Interkommunale Gewerbegebiet an der A 44 ist für Meerbusch eine große Chance, so wie es damals die A44-Rheinquerung war." Er ist sich sicher, dass durch das geplante Gebiet auf dem Gelände von Meerbusch und Krefeld ebenfalls neue Unternehmen angesiedelt und viele Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Eigentlich sollten die Politiker im Planungsausschuss am nächsten Dienstag über das Gewerbegebiet diskutieren. Doch man habe es wieder von der Tagesordnung genommen, weil viele andere Themen aktueller seien und der Zeitrahmen sonst gesprengt worden wäre, so Ausschussvorsitzender Werner Damblon (CDU). Es stehe in der nächsten Sitzung aber wieder auf der Tagesordnung. Auch die Krefelder Planungspolitiker debattieren im April über das Gebiet. Das Ergebnis ist zurzeit noch offen. Für Steinmetz wäre eine erste Entscheidung aber wichtig: "Es geht ja jetzt erst einmal darum, es in den Regionalplan einzustellen - die Feinheiten über Größe und Firmen können die Städte dann ja immer noch besprechen."

Steinmetz weiß, dass es großen Bedarf für Gewerbeflächen gibt. "Wir brauchen Wachstum und Fläche." Früher habe Meerbusch als reine Schlafstadt gegolten - heute sei die Stadt ein relevanter Wirtschaftsstandort am Niederrhein, der durch das Interkommunale Gewerbegebiet (IKG) weiter an Bedeutung gewinnen werde, glaubt der IHK-Hauptgeschäftsführer. Zudem biete das IKG Chancen für den kommunalen Haushalt - Stichwort: Gewerbesteuer. "Schon jetzt sind nur weniger als zwei Prozent der Fläche in Meerbusch mit Gewerbe und Industrie besiedelt - das ist im Vergleich zu Kreis und Land unterdurchschnittlich. Ebenso unterdurchschnittlich seien die Einnahmen bei der Gewerbesteuer. Das ließe sich durch das IKG ändern.

Steinmetz kennt die Bedenken der Gegner des Gewerbegebietes. "Ich nehme sie sehr ernst." Er habe mit der Bürgerinitiative auch bereits Kontakt aufgenommen und signalisiert, dass er gerne mit ihnen reden würde. Bislang sei es aber noch zu keinem Treffen gekommen. Er appelliert daran, Politik und Bevölkerung mitzunehmen und den Planungsprozess transparent zu gestalten. "Wir sind davon überzeugt, dass sich letztlich niemand den guten Argumenten entziehen kann." Steinmetz glaubt: "Ganz NRW blickt auf diese Premiumfläche."

Quelle: RP
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