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Meerbusch
In 30 Minuten um die Welt

Meerbusch: In 30 Minuten um die Welt
Die jungen Schauspielerinnen (v.l.) bei den Proben: Angelina Wetzler, Hannah Oberreuter, Isabella Blankenhorn, Johanna Ulmen, Mareike Baurmann, Juliane Hoyer und hinten Salomé May. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Acht junge Mädchen haben während eines Theaterprojektes ihr eigenes Stück geschrieben. Von Philippa Baurmann

Auf der Bühne stehen ganz unterschiedliche Typen: Ein Pinguin, eine Afrikanerin, eine Bauchtänzerin, eine Tangotänzerin, eine Judokämpferin. Sie alle repräsentieren verschiedene Kulturen aus unterschiedlichen Ländern dieser Welt. Und darum dreht sich auch das Theaterstück, für das die Kinder und Jugendlichen im JuCa in Osterath gerade proben. "Eine Reise um die Welt" heißt es und wurde von den jungen Schauspielerinnen unter der künstlerischen Leitung von Silke May und Roger Gerhold selbst geschrieben.

Während der 30 Stunden Probe wurden Ideen gesammelt, daraus entstand ein 30-minütiges Schauspiel. Nun geht es um Vorurteile - und es treffen Kulturen an einer imaginären Grenzstation aufeinander. Sharin Jozefow spielt ein Mädchen, das Fernsehen guckt und durch die Sender zappt, um "endlich ein ordentliches Programm zu finden." So sieht sie verschiedene Dokumentationen und Filme aus anderen Ländern mit unterschiedlichen Menschen: In Argentinien trifft sie auf Isabella Blankenhorn, die die Tangotänzerin spielt, in New York sieht sie, wie Jessy an ihrem ersten Arbeitstag in ihr neues Unternehmen eingeführt wird, und in der Antarktis dreht sich alles um die Pinguin-Züchterin und ihren Pinguin, gespielt von Angelina Wetzler und Johanna Ulmen. Die Judokämpferin, dargestellt von Hannah Oberreuter, ist die Hauptperson in Japan, die Bauchtänzerin, gespielt von Juliane Hoyer, in der Türkei, und die Tuchkünstlerin, präsentiert von Salomé May, in Frankreich. Auch um ein afrikanisches Mädchen, gespielt von Mareike Baurmann, geht es in einer Dokumentation. Zum Schluss treffen sich alle Charaktere in Australien, und es kommt zum großen Finale des Stücks.

Mit viel Tanz, Pantomime und Musik wird das Schauspiel untermalt. So ist ein abwechslungsreiches und kulturübergreifendes Stück entstanden, das allen Generationen Freude bereiten soll.

Johanna Ulmen betont: "Es macht mir sehr viel Spaß, die Tänze zu lernen und mit den ganzen netten Leuten zu spielen." Die 10- bis 13-Jährigen freuen sich schon auf die Premiere, bei der sie endlich ihr eigenes Stück Familie und Freunden vorführen können. Das Theaterprojekt wird durch das Programm "Kulturrucksack NRW" gefördert. Ziel des Vorhabens ist es, allen Kindern und Jugendlichen kostenlose oder kostenreduzierte kulturelle Angebote zu eröffnen. Seit 2012 gibt es das Projekt. Angefangen hat es mit 28 Pilotprojekten. Mittlerweile machen 220 Kommunen an 71 Kulturrucksack-Standorten mit.

Die Aufführung findet zusammen mit den Projekten aus Kaarst und Korschenbroich statt. Die Präsentation ist am Samstag, 5. November, im JuCa/Halle 9, Insterburger Straße 16 in Osterath, zwischen 15 und 18 Uhr. Eine genaue Zeit steht noch nicht fest. Die Veranstaltung ist für alle kostenlos.

Quelle: RP
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