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Meerbusch
Jugendamt sucht Tagesmütter - andere Städte zahlen mehr

Meerbusch: Jugendamt sucht Tagesmütter - andere Städte zahlen mehr
Tagesmutter Stephanie Pauly (33) mit ihren beiden eigenen Kindern. "Ich habe die Berufung zum Beruf gemacht." FOTO: Stadt Meerbusch
Meerbusch. Trotz einer beschlossenen Anhebung der Geldleistungen ab nächstem Monat können Tagespflegepersonen in den umliegenden Kommunen mehr verdienen als in Meerbusch Von Martin Röse

Die Stadt Meerbusch möchte mehr Frauen und Männer ermuntern, Tagesmutter oder Tagesvater zu werden. "Wir arbeiten in Meerbusch seit Jahren intensiv daran, eine ausreichende Zahl von Betreuungsplätzen für Kinder zur Verfügung zu stellen", sagt Sozialdezernent Frank Maatz. "Dies ermöglicht den Eltern nicht zuletzt eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf." Drei Säulen würden sich dabei optimal ergänzen, so Maatz: städtische Kitas, die Einrichtungen freier Träger und nicht zuletzt auch die Tagespflegestellen.

Aus diesem Grund sucht das Jugendamt nun weitere Interessenten, die Freude an der selbstständigen Arbeit mit Kindern haben und sich vorstellen können, Jungen und Mädchen ab einem Alter von vier Monaten liebevoll zu betreuen, zu bilden und zu erziehen. "Offenheit, Einfühlsamkeit, Flexibilität und Belastbarkeit sind wichtige Voraussetzungen für diese verantwortungsvolle Aufgabe", erklärt Maatz.

Stephanie Pauly aus Büderich hat den Schritt in den Beruf der Tagesmutter bereits getan. Die zweifache Mutter - der Sohn ist acht, die Tochter sechs Jahre alt - findet es "einfach toll", sich mit kleinen Kindern zu beschäftigen und ihnen in der Zeit, in der die Eltern nicht verfügbar sind, eine familiennahe liebevolle Betreuung zu bieten. "Es ist für mich der ideale Beruf, um meine Arbeit und auch meine Familie zusammen zu bringen." Sie arbeite bei sich zu Hause in einem extra eingerichteten Raum. "Dadurch kann ich auch gleichzeitig für meine eigenen Kinder da sein!"

Die gelernte Arzthelferin arbeitete lange als Babysitterin in Familien und leitete auch Kindersport- und Mutter-Kind-Sportgruppen. "Ich habe also mein halbes Leben mit den Kleinsten verbracht." Da sei es für sie fast klar gewesen, dass die Arbeit als Tagesmutter eine tolle Aufgabe für sie darstellt. "Quasi habe ich die Berufung zum Beruf gemacht."

Mit der so genannten Grundqualifizierung für Tagespflegepersonen startete sie, daran schloss sich auch gleich die Aufbauqualifizierung an. "Insgesamt habe ich 160 Unterrichtsstunden absolviert und nach einer Prüfung das Zertifikat des Bundesverbandes für Kindertagespflege erhalten."

Aktuell betreut sie fünf Tageskinder. "Wir beginnen unseren Tag immer mit einem gemeinsamen Frühstück, und danach geht es entweder raus in unseren Garten mit einem großen Sandkasten und vielen Bobbycars, oder wir machen einen Ausflug im gelben Kinderbus." Es werde auch viel gebastelt und gespielt. "Vor dem Mittagessen wird gemeinsam aufgeräumt", berichtet die Büdericherin. Danach freuten sich dann alle müde gespielten Kinder auf ihren Mittagsschlaf im eigenen Bettchen. Im Anschluss beginne auch schon die Abholphase.

Wer Interesse hat, Tagesmutter oder Tagesvater zu werden, kann sich bei den Fachberaterinnen des Jugendamtes in einem ausführlichen Gespräch informieren.

Ansprechpartnerinnen in der Stadtverwaltung sind Rosalia Helbig, Telefon 02159 916-457, E-Mail rosalia.helbig@meerbusch.de und Sabine Knechten, Telefon 02159 916-588, E-Mail sabine.knechten @meerbusch.de.

Quelle: RP
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