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Meerbusch
Kein katholischer Zweig mehr in Osterath

Meerbusch. Schulausschuss diskutierte und empfahl dem Rat die Auflösung. Der tagt nächste Woche.

Eine Stunde hat die Politik gestern im Schulausschuss diskutiert - und dann genau so entschieden, wie die Stadtverwaltung es vorgeschlagen hatte: Nach und nach soll der katholische Teilstandort - also der Bekenntniszweig - des Grundschulverbundes Wienenweg aufgelöst werden. Grund: Es haben sich mit 13 Anmeldungen zuwenig Kinder für den Teilstandort der katholischen Grundschule angemeldet.

Darum gebe es zu der Auflösung keine rechtliche Alternative, so Erster Beigeordneter und Schuldezernent Frank Maatz. Es wurde zwar lange diskutiert, dann aber einmütig entschieden. "Wir haben lange gerungen und jetzt einen der schwersten Beschlüsse des Schulausschusses fassen müssen", formulierte es Renate Kox (CDU, Vorsitzende des Schulausschusses) nach der Diskussion.

Die wollten sich rund 20 Eltern nicht entgehen lassen und hatten schon in der Einwohnerfragestunde ihr Problem geschildert. Am Wochenende hatten Eltern einen Brandbrief geschrieben, um so zu verhindern, dass der Zweig aufgelöst werde. Elternvertreter machten darin der Verwaltung schwere Vorwürfe. Frank Maatz wurde in dem Schreiben vorgeworfen, Zusagen nicht eingehalten zu haben. Diese Vorwürfe wehrte er gestern ab. Es habe durchaus Gespräche mit Eltern gegeben, alle Unterlagen seien öffentlich zugänglich gewesen. Unterstützung bekam er von Aloys Mayer von der Schulaufsicht im Kreis Neuss: "Es gibt keine andere Möglichkeit, als den Zweig zu schließen." Er dürfe es nicht zulassen, dass ein Teilstandort mit nur einer halben Klasse eingerichtet werde. Ob die Entscheidung um ein Jahr verschoben werden könne, wollte Petra Schoppe (CDU) wissen. Mayer: "Das ist nicht möglich."

Der Beschluss des Schulausschusses hat empfehlenden Charakter, jetzt diskutiert der Rat am Donnerstag, 25. Februar, und fällt den dann endgültigen Beschluss. Ob man in dieser Woche noch fünf weitere Anmeldungen für den Osterather Grundschulverband bekommen könne, um drei Klassen zu bilden, oder dass zehn Kinder innerhalb der Schule umgemeldet werden, glaubte gestern keiner so recht.

(kir/ak)
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