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Meerbusch
Kinder bauen Ufos, Seeflotten und eine Ritterburg

Meerbusch: Kinder bauen Ufos, Seeflotten und eine Ritterburg
Ferienprogramm an der Strümper Martinusschule (v. l.): Max, Len, Noel, Benjamin und Victoria. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Bei den Ferien an der Martinusschule in Strümp wird das Thema "Erde, Luft, Wasser" gestalterisch behandelt. Von Maike Billen

Mitten auf dem Hof der Martinusschule entsteht ein Dorf wie aus dem Mittelalter. Es liegt nicht weit entfernt von einer Ritterburg. Die Mauern schrecken Feinde ab, schützen Burgfräulein, Schmied, Knappen, Ritter und den König. "Nun geht es an die Feinarbeiten", erklärt Benjamin. Der Neunjährige arbeitet aktiv mit bei der Tonwerkstatt, die zum Ferienprogramm des OBV Meerbusch an der Strümper Grundschule gehört. Zwischen 90 und 120 Kinder nehmen teil.

Benjamin dürfte zu den jüngsten Kirchenarchitekten der Geschichte gehören. "Früher waren die Menschen noch sehr gläubig", erzählt Benjamin, während er Ton knetet. "Deshalb brauchte das Dorf eine Kirche." Neben dem Gotteshaus gibt es einen Friedhof. Die Inschrift auf den Grabsteinen lautet: R.I.P. Ruhe in Frieden.

Es gibt ein Rathaus, ein Baumhaus, ein Toilettenhäuschen, einen Brunnen und einen Fluss. Weil die Kinder stets so kreativ waren, musste bereits einem Tag nach Baubeginn ein Baustopp veranlasst werden. Es war kein Ton mehr da. Die Ritterburg ist imposant geworden. Nur warum die Pferdeställe außerhalb der Mauern sind, wird nicht ganz klar. Eine Antwort in der Runde: "Weil die Pferde Luft brauchen." Das Argument überzeugt nicht alle Bauarbeiter. Andere Kinder spielen Fußball oder kurven mit Rollern über den Hof. In den Strümper Schulräumen entstehen Schiffe aus Styrodur-Platten. Eine Gabel steckt im Boden, damit die Ergebnisse im Wasser nicht untergehen. Bei "Ferien im Weltraum" bastelt Gaby Theuerkauf mit den Kindern: "Weltraumklo, Ufo oder Weltall-Hängematte - einige arbeiten insgesamt bis zu acht Stunden an ihren Projekten."

Gennaro (9) hat aus einem Milchkarton einen Aufzug gebastelt, in dem sein Außerirdischer zu einem Ufo gelangt. Der Landeplatz ist ein Spülschwamm: "Das Ufo ist 2000 km/h schnell", sagt Gennaro. Er hat auch selbst noch eine Werkstatt für Raumfahrzeuge gebaut: "Ich biete kostenfreie Reparatur an." Für alle, die bei ihrer Tour durch das Universum mal von einer Panne heimgesucht werden sollten.

Quelle: RP
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