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Meerbusch
Kita-Ausbau: Überbelegung von Gruppen geplant

Meerbusch. Für 169 vorgemerkte Kinder ist eigentlich kein Platz. Von Sebastian Peters

Die Stadtverwaltung will verhindern, dass Meerbuscher Eltern wegen fehlender Kita-Plätze Klage einreichen. Geplant ist nun als erste Hilfsmaßnahme, die Überbelegungsmöglichkeiten vorhandener Kitas voll auszuschöpfen, außerdem als Übergangslösung in einem Mehrzweckraum einer städtischen Einrichtung in Büderich eine Kita-Gruppe einzurichten. Weiterhin sollen die Politiker heute Abend der Planung zustimmen, mit Vertretern der Kinderzentren Kunterbunt gGmbH als Betreiberin der Kita Nepomuk im Ortsteil Büderich Gespräche über die Erweiterung des Gebäudes, um eine sechste Gruppe aufzunehmen. Zudem soll eine weitere Kita in Büderich gebaut werden. Dies geht aus der Vorlage für den heute tagenden Jugendhilfeausschuss (17 Uhr, Dr.-Franz-Schütz-Platz) hervor.

Insbesondere in Büderich, aber auch in weiteren Ortsteilen fehlt es an Betreuungsplätzen sowohl für Kinder über drei Jahren als auch für Unter-Dreijährige. Nach aktuellem Stand der Stadtverwaltung sind insgesamt 44 Kinder, die zum Beginn des Kindergartenjahres 2016/2017 als Ü3-Kinder gelten, noch nicht mit einem Kita-Platz versorgt. Hiervon kommt der überwiegende Teil aus Büderich. Bei den Unter-Dreijährigen können bisher 125 der im Kita-Navigator für eine Aufnahme bis Dezember 2016 vorgemerkten Kinder nicht mit einem Einrichtungsplatz versorgt werden.

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass die Meerbuscher Eltern sich sehr früh melden, um einen Kita-Platz gesichert zu kommen. Klappt dies nicht sofort, würde die Betreuung privat geregelt oder ein Elternteil bliebe zu Hause. Die Stadt rechnet aber damit, dass die Hälfte der Anmeldungen tatsächlich realisiert werden muss. In den Meerbuscher Kitas gibt es aber eigentlich dafür keinen Platz.

Den Neubau einer Kita hält die Stadt deshalb für nötig, weil Neubaugebiete zum Beispiel auf dem Böhler-Areal, am Weißenberger Weg und der Kanzlei entstehen. Zusätzlicher Druck herrscht, weil aller Voraussicht nach ab Sommer 2017 auch weitere Flüchtlingskinder betreut werden müssen.

Von der einst vorgeschlagenen Herrichtung der zweigruppigen privat-gewerblich betriebenen Kita "Kreutzerhof" für den Kindergarten 71 e. V. rät die Verwaltung ab. Die Kosten seien mit 130.000 Euro, bei zunächst fünfjähriger Nutzung, schlichtweg zu hoch.

Quelle: RP
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