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Meerbusch
Kreis koordiniert jetzt Projekt "Schule ohne Rassismus"

Meerbusch: Kreis koordiniert jetzt Projekt "Schule ohne Rassismus"
Schüler der Albert-Schweitzer-Schule in Solingen feiern 2015 20 Jahre "Schule ohne Rassismus" und lassen rund 200 Luftballons steigen. FOTO: mak
Meerbusch. "Vielfalt bewegt!" lautet in diesem Jahr das Motto. Schulen, die den Titel erwerben und Teil des größten Schulnetzwerks Deutschlands werden möchten, müssen aus eigener Initiative heraus aktiv werden.

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) Rhein-Kreis Neuss ist jetzt von der Berliner Geschäftsstelle des Netzwerks "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" zur Regionalkoordination erklärt worden. Damit unterstützt das KI, das bereits seit Jahren in dem Projekt mitarbeitet, nun auch offiziell die Courage-Schulen im Kreis.

Aktuell tragen 21 Einrichtungen an Rhein, Erft und Gillbach den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", wobei vier weitere den Zertifizierungsprozess abgeschlossen haben und in naher Zukunft offiziell im Netzwerk begrüßt werden. In den Schulen sind vielfältige Projekt entstanden. Zuletzt hatte das Team "AEG gegen Rassismus" des Albert-Einstein-Gymnasiums in Kaarst bei der Integrationspreisverleihung des Rhein-Kreises Neuss eine Urkunde aus der Hand von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke erhalten.

"Nicht ohne Grund haben wir in diesem Jahr das Motto ,Vielfalt bewegt!' gewählt, denn es ist die Vielfalt, die uns voranbringt, und es sind nicht Monotonie und Einfalt", so Petrauschke. In einem Klima der gegenseitigen Anerkennung sei kein Platz für Diskriminierung, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ist das größte Schulnetzwerk Deutschlands. Ihm gehören bisher über 2500 Einrichtungen an, die von rund 1,5 Millionen Kindern und Jugendlichen besucht werden. Das Projekt bietet Schülern und Pädagogen die Möglichkeit, ein Klima zu schaffen, das Zivilcourage und bürgerschaftliches Engagement fördert und sich gegen jegliche Art von Diskriminierung, Rassismus, Mobbing und Gewalt wendet.

Schulen, die den Titel erwerben möchten, müssen aus eigener Initiative heraus aktiv werden und mindestens 70 Prozent aller direkten Angehörigen, die dort lernen und arbeiten, zum Mitmachen und zur Unterschrift motivieren. Mit der Unterschrift geht die Selbstverpflichtung einher, nachhaltige Projekte und Aktivitäten zu entwickeln, um Diskriminierung zu überwinden und sich gegen Gewalt und diskriminierende Äußerungen und Handlungen einzusetzen. Dabei gilt es, im Problemfall in einer fairen, offenen Auseinandersetzung auf Augenhöhe einen gemeinsamen Weg zu finden. Außerdem soll einmal im Jahr ein Projekt gegen Diskriminierung durchgeführt werden.

Im gesamten Prozess kann die Schule auf die Unterstützung und Beratung durch den Regionalkoordinator des KI, Goran Sucec, bauen. Er verleiht bei Erfüllung aller Voraussetzungen den Titel im Auftrag der Bundeskoordination und begleitet auf Wunsch die weitere Arbeit.

Nähere Informationen zum Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" erteilt Goran Sucec unter Telefon 02131 9284092 und per Mail an goran.sucec@rhein-kreis-neuss.de.

Quelle: RP
 
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