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Meerbusch
Kriminalgeschichten in Bösinghoven

Meerbusch. Auf dem Parkplatz, der bis vor drei Wochen zum Lebensmittelladen Bö-Markt und nun zur Bäckerei Daamen gehört, stehen neun Autos. Die Frage ist nur, wo sind die dazugehörigen Menschen? Einer von ihnen verlässt gerade mit der Bäckereifachverkäuferin plaudernd den Laden. Es ist Gerd Büttner. Er lebt in Bösinghoven, kommt gerade von einem Termin und hat sich beim Bäcker einen Mohnstriezel geholt, weil es "hier die besten Mohnstriezel gibt", wie er der Bäckereifachverkäuferin Birgit Geers erzählt. Auf die Frage, was denn nun in den alten Bö-Markt kommt, antwortet Geers: "Büros". Büttner und Geers verabschieden sich, und es wird wieder ruhig an der Von-Arenberg-Straße. Hin und wieder kommt mal ein Radfahrer vorbei, dann und wann ein Auto. Aus dem ehemaligen Lebensmittelladen dudelt leise Radio-Musik.

Plötzlich fährt ein riesiges amerikanisches Auto die Straße entlang, hält auf der Straße neben dem Parkplatz. Der Fahrer steigt aus, hat eine Kamera in der Hand. Er fotografiert ein anderes Auto, das auf dem Parkplatz abgestellt wurde. Kurz darauf verschwindet er im Haus gegenüber, kommt aber einige Minuten später wieder raus und geht zurück zu dem fremden Auto. Dort ist mittlerweile eine Frau angekommen. Die beiden unterhalten sich. Sie steckt sich eine Zigarette an, er verschwindet Richtung Volksbank. Vielleicht hat es einen Unfall gegeben? Vielleicht will er tatsächlich zur Bank? Es könnte auch eine Szene aus einem Krimi sein, vermutlich aber ist alles ganz harmlos.

Währenddessen kommen drei weitere Autos auf den Parkplatz. Ein Fahrer geht in die Bäckerei und kommt mit einer Brötchentüte wieder raus. Der andere, ein Cabriofahrer, geht mit einem Zollstock auf die Baustelle. Die dritte, eine Frau, geht mit einem Paket unterm Arm erst ins eine, dann ins andere Gebäude. Der Mann mit dem amerikanischen Auto und die Raucherin sind mittlerweile verschwunden. Es kehrt wieder Ruhe ein.

(csk)
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