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Meerbusch
Krise schon 2009 prognostiziert

Handels-Experten sind sich einig: "Ohne notwendige Investitionen in die Immobilie und ohne eine bessere Parkplatzsituation kann ein Lebensmittelmarkt am Deutschen Eck heute kaum noch wirtschaftlich betrieben werden. Gerade im Lebensmitteleinzelhandel lässt der hohe Wettbewerbsdruck wenig Platz für Kompromisse. Auch daher sollte man nicht nur den Lebensmittelhandel, sondern auch andere frequenzstarke Nachnutzungen in Betracht ziehen", so Christin Worbs, Handelsreferentin IHK Mittlerer Niederrhein.

Jan Kaiser vom Einzelhandelsverband weiß, dass schon 2009 eine "wirtschaftliche Erosion" für das Deutsche Eck prognostiziert wurde. Nur zwei Gründe: demographischer Wandel und die fortschreitende Digitalisierung. "Da hätte man schon gegensteuern müssen."

Er weiß, dass fußläufige Nahversorgung vor allem für die Anwohner wichtig ist. "Der Lebensmittelhandel heute braucht größere Flächen als hier zur Verfügung stehen", sagt Kaiser. Er findet es schade, dass Edeka ausgezogen ist, weiß aber auch nicht, wie es weitergeht. "Wir können nur an den Besitzer, aber auch an unsere Mitglieder wie Großketten appellieren, dass hier etwas Vernünftiges hinkommt." Denn Kaufkraft sei in Meerbusch vorhanden. Auf Basis der Einkommenserhebung wird für Büderich von einer Kaufkraft in Höhe von 143 Millionen Euro gesprochen. Für das Deutsche Eck wird von 60 Millionen Euro Kaufkraft ausgegangen.

(ak)
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