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Meerbusch
Kulturen kennenlernen im "Pappkarton" der Diakonie

Meerbusch. Was möchten wir gerne aus unserer Region zeigen? Was ist typisch für uns am Niederrhein? Was macht uns aus? Diese Fragen standen jetzt im Mittelpunkt mehrerer Aktionen und Ausflüge des "Pappkarton" der Diakonie Meerbusch. Zwischen 15 und 30 Personen nahmen an den jeweiligen Ausflügen teil, Ehrenamtliche und Geflüchtete gemeinsam. Es ging beispielsweise in den Krefelder Zoo und zu einer Stadionführung bei Borussia Mönchengladbach.

"Bei den Gesprächen im Café des Pappkarton tauschen wir uns auch über Traditionen, Gewohnheiten und Verhaltensweisen und lernen, einander besser zu verstehen", berichtet Bettina Furchheim, Koordinatorin des Begegnungszentrums "Von Hand zu Hand" im Pappkarton. "Daneben möchten wir unsere Kultur und Geschichte vermitteln. Das funktioniert am besten durch gemeinsames Erleben."

Wie es vor hundert Jahren und mehr bei uns aussah, das wurde deutlich bei einer Führung durch das Niederrheinische Freilichtmuseum in Grefrath. So vieles musste in vergangener Zeit mit der Hand erledigt werden, bevor die Industrialisierung Einzug hielt. Vieles davon kennen Flüchtlinge durchaus noch heute aus ihrem Land.

Eine andere Kultur kennenlernen - das konnten wiederum die deutschen Teilnehmer beim Besuch der Ausstellung "IRAN Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste" in der Bundeskunsthalle in Bonn. Die Führung wurde auf Persisch und Deutsch gehalten. "Der Persische Garten" gehörte ebenfalls zur Ausstellung. Mit einem Wasserbecken, Pflanzen und Sitzmöglichkeiten in Nischen drumherum war er genauso gestaltet, wie die Iraner es aus ihrem Land kennen. Und so den Deutschen von ihren Gewohnheiten und Traditionen erzählten. Sogar mit einem Sprechgesang auf Persisch - den sie im Anschluss auf Deutsch übersetzten. Möglich wurden diese Ausflüge durch Fördermittel von KommAn NRW, einem Programm der Förderung zur Integration von Flüchtlingen.

Der letzte Ausflug in diesem Jahr führte in die Espritarena zu einem Fußballspiel von Fortuna Düsseldorf, die die Partie für sich entschieden. "Diese Tickets wurden von Fortuna Düsseldorf gesponsert", freut sich Furchheim. "Es war toll und für alle ein ganz besonderes Erlebnis."

Quelle: RP
 
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