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Meerbusch
Kunst-Denkmaltag am Mataré-Gymnasium

Meerbusch. Kunstunterricht zum Anfassen: Schüler entwarfen an Niederdonker Kapelle Modelle für die Kirchenfenster

Mit einem erstmaligen Denkmaltag wurde der Kunstunterricht zweier sechster Klassen am Mataré-Gymnasium jetzt ins Freie verlegt. Unter Anleitung der Lehrerin und Projektleiterin Stephanie Worms entwarfen die Schüler an der Kapelle Niederdonk mit Acrylfarbe Modelle für die noch nicht gestalteten Kapellenfenster.

Initiiert wurde die Kooperation zwischen Schule und Stiftung von dem Vorsitzenden des Ortskuratoriums Meerbusch der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Ludwig Petry. Worms entwarf die dazugehörigen Lernpfade, die in Anlehnung an die Konzepte der Unesco-Welterbevermittlung entstanden.

Die Vorbereitung für den Denkmaltag hatte bereits im Unterricht stattgefunden, wo die Schüler angehalten wurden, die Bedeutung von Denkmälern zu erforschen. "Sechs Stunden Kunst sind super. Wir sehen die Niederdonker Kapelle jetzt mit anderen Augen und sind stolz auf unsere künstlerischen Arbeiten", so die Reaktion der Schüler.

"Es ist sehr fruchtbar, wenn sich Kinder direkt mit lokaler Kunst auseinandersetzen", so Stephanie Worms. Man müsse nur die Kinder und ihre Ergebnisse anschauen um zu wissen, dass es gelungen sei, Denkmal lebendig zu machen. Eine Ausstellung der Stücke sei bereits in Planung.

Die Wallfahrtskapelle Niederdonk "Maria in der Not" ist eines der Hauptdenkmäler Meerbuschs. Ihre Geschichte reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1893 und enthält ein altes Triptychon von 1538 und ein Hochkreuz aus dem 17. Jahrhundert. Die sechs Fenster in der Apsis wurden 1968 vom Ulmer Glasmaler Wilhelm Geyer gestaltet. Seit diesem Jahr enthält die Kapelle aus dem Nachlass von Ewald Mataré auch ein Kreuz als Glasfenster.

(vfs)
 
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