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Meerbusch
Kunstrasenplatz für Büderich kommt erst 2019

Meerbusch: Kunstrasenplatz für Büderich kommt erst 2019
Auf neuen Boden wird die Anlage am Eisenbrand noch weiter warten müssen. Hier: Sportplatz Bösinghoven. FOTO: ud
Meerbusch. Der Sportstättenbedarfsplan kommt frühestens Ende nächsten Jahres, bis dahin müssen Vereine und Schulen warten. Von Christian Albustin

Im Schul- und Sportausschuss diese Woche wurde ausgiebig diskutiert. Gleich sieben Anträge zu Planung oder Streichung bestehender Anliegen wurden unter dem Mantel des zukünftigen Sportstättenbedarfsplans zusammengefasst.

Am Beginn der Diskussion zum Bedarfsplan standen Anträge von CDU/Bündnis 90/Die Grünen, SPD und FDP, die alle in die gleiche Richtung gingen: Geplante und angedachte Investitionen zurückzustellen, etwa für den Kunstrasenplatz am Eisenbrand oder die Sanierung des Tennenplatzes am Krähenacker. Allein für den Kunstrasenplatz sind im Haushaltsentwurf der Verwaltung 540.000 Euro vorgesehen. Darüber hinaus waren sich die Fraktionen einig, unter dem Begriff des Sportstättenbedarfsplans jegliche Art von sportlicher Förderung im Stadtgebiet zu fassen - nicht nur die Förderung bestehender Sportstätten. Vorsitzende Renate Kox (CDU) summierte daher alle Einzelanträge im Antrag von CDU/Grünen und stellte diesen zur Abstimmung. Der Antrag sieht neben der Streichung der 540.000 Euro für 2018 eine erhöhte Investitionssumme von 840.000 Euro für 2019 vor - mit Sperrvermerk.

Für den Sportstättenbedarfsplan sei die Stadt aktuell auf der Suche nach fachkundiger Unterstützung, heißt es. "Die Bietergespräche laufen", so Frank Maatz, Erster Beigeordneter und zuständiger Dezernent für den Bereich Schule und Sport. Vor März sei mit dem Start der Ausarbeitung aber nicht zu rechnen. Zum Haushalt 2019 könnte der Bedarfsplan dann zum Einsatz kommen. Der Plan war schon 2015 und 2016 im Gespräch, dann aber im Zuge des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) zurückgestellt worden.

Dennoch zur Einzelabstimmung stellte Daniela Glasmacher (UWG) ihren Antrag über 450.000 Euro für die Errichtung einer Leichtathletiklaufbahn (Tartanbahn) für die vier Leichtathletikvereine in Meerbusch. Die bestehende Aschelaufbahn sei im Winter und bei Regen nicht nutzbar, Vereine wie der SSV Strümp müssten zum Training nach Düsseldorf fahren, hieß es. Darüber hinaus sei eine ordentliche Laufbahn auch für den Schulsport und für Sportabzeichen interessant. "Seit 2009 warten die Leichtathleten bereits auf eine neue Bahn", so Glasmacher. Der Antrag wurde, mit Blick auf den kommenden Bedarfsplan, mehrheitlich abgelehnt.

Am Schluss stand der Antrag auf einen Bewegungspark mit einer Investition von 35.000 Euro der Fraktion CDU/Grüne. Der Park soll sportliche Aktivitäten und Motorik in naturnaher Umgebung fördern. Max Pricken, Vorsitzender der Jungen Union Meerbusch, stellte das Projekt vor: "Es soll eine frei zugängliche Anlage sein, die das Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht ermöglicht und so für Sportler jeden Alters und Fitnesslevel geeignet ist." Im Mittelpunkt der Anlage soll eine Crossfiteinheit stehen, ein kompakter Gerätepark, an dem von allen Seiten aus Übungen ausgeführt werden können.

Pricken verweist auf Krefeld, wo bereits die dritte so gestaltete Parkanlage verwirklicht worden sei. Für Meerbusch könne man sich die Gegend um den Latumer See für die Verwirklichung vorstellen. Die Idee fand große Zustimmung in allen Fraktionen, Michael Billen (SPD) hätte aber auch dieses Anliegen dem Sportstättenbedarfsplan untergeordnet.

Dem widerspricht Pricken, durch die Nähe zur Natur und der Weitläufigkeit der Anlage eigne sie sich ebenso für Familien und Senioren, die nur Spazierengehen wollen. Am Ende einigten sich die Ausschussmitglieder einstimmig auf die beantragten 35.000 Euro, aber mit Sperrvermerk, bis Bedarf und Ort für einen solchen Park besser geklärt seien.

Quelle: RP
 
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