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Meerbusch
Kunstversteigerung für Meerbuscher Kinder

Meerbusch: Kunstversteigerung für Meerbuscher Kinder
Bei der Versteigerung (v.l.): Auktionator Lothar Giesen, Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage, Präsident Ulrich Maas und Claus Jenckel. FOTO: Stefan Büntig
Meerbusch. Der Erlös aus der dritten Lions-Kunstaktion im Golfpark Meerbusch kommt der Aktion "Chancen geben - Kinder bewegen" zugute. Von Monika Götz

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten - rund 50 Mal gab der bestens gelaunte Neusser Auktionator Lothar P. Giesen mit diesem Aufruf einem Bieter den Zuschlag. Dass bei dieser dritten Kunstversteigerung 30 000 Euro umgesetzt wurden und davon knapp 17 000 Euro unter anderem in die Aktion "Chancen geben - Kinder bewegen" einfließen werden, freut den Organisator Claus Jenckel und die anderen Mitglieder des Lions Clubs Düsseldorf-Meererbusch. Präsident Ulrich W. Maas fasst in der restlos gefüllten Scheune des Golfparks Meerbusch den Erfolg zusammen: "Danke an alle, die so großartig mitgesteigert haben. Sie haben einen guten Zweck erfüllt und sich mit dem Erwerb eines Kunstwerks Freude gemacht."

Mancher Besucher wurde erst während der Auktion zum Mitbieten inspiriert. "Das hatte ich eigentlich nicht vor", erklärt Peter M. Lynen, ehemals Kanzler der Kunstakademie Düsseldorf und stolzer Besitzer des Prototyps für "Triplet" von Gereon Krebber. "Das ist eine ganz tolle Aktion", findet Lutz Goebel, der zwei Arbeiten ersteigerte. Auch SPD-Fraktionsvorsitzende Nicole Niederdellmann-Siemes fand ihr Lieblingsstück: "Mit dem Bild von Melissa Blau bin ich ganz glücklich." Dabei war es nicht einfach, sich zwischen den Arbeiten fortgeschrittener Studenten der Kunstakademie Düsseldorf wie Anna Lena Anton, Rhea Standke und Nils Sehnert oder den Werken von Markus Lüpertz, Dietrich Rünger, Max Frintrop, Ulrich Fritsch, Claudia Keller, Bine Rüther oder Stephen Cone Weeks zu entscheiden.

Schließlich erzielten mit 4000 Euro ein Farbholzschnitt von Ewald Mataré und eine signierte Farblithographie von Jörg Immendorff für 3200 Euro die höchsten Beträge. Kunst aus Meerbusch war ebenfalls im Angebot. Holger Runge hatte "Faunsgelüste" gespendet und Ernst Jürgen Kratz und Sven Rünger verfolgten persönlich, wie die Ersteigerung ihrer Werke den Erlös erhöhten: "Das ist ein gutes Gefühl." Auch Schirmherrin Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage freut sich, dass ihre Aufforderung, "ordentlich mitzubieten" erhört wurde: "Die Spende kommt den Migrantenkindern in der Böhler-Siedlung zugute."

Viele dieser Kinder bewegen sich zu wenig. Deshalb soll mit einem "Bewegungsspielplatz" in der Kita "Am Sonnengarten" die sportliche Betätigung und auch das Erlernen der deutschen Sprache gefördert werden. Ein Teil der Summe geht an die Kunst-Studenten, die 50 Prozent des Erlöses ihrer Kunst spenden. Aber die Höhe des Ersteigerungsbetrags ermöglicht es dem Lions-Club trotzdem, zusätzlich zur Finanzierung des Projekts "Chancen geben - Kinder bewegen" wiederum als Starthilfe einen Kunstförderpreis mit 300 Euro monatlicher Unterstützung für ein Jahr auszuloben. "So geben wir den Künstlern etwas zurück", sagt Ulrich W. Maas.

Quelle: RP
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