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Teckelausstellung
Kurze Beine als Schönheitsideal

Die schönsten Dackel werden in Neuss präsentiert
Die schönsten Dackel werden in Neuss präsentiert FOTO: Tinter, Anja
Meerbusch. Auf Titeljagd gingen die Teckelzüchter am Wochenende in der Holzheimer Mehrzweckhalle. Dabei kam es den Züchtern ausschließlich auf die Schönheit der Tiere an.

128 Hunde aus der näheren und weiteren Umgebung - sogar aus Bayern - waren angemeldet und wurden in den Ring geführt. Ausgerichtet wurde die Ausstellung von der Gruppe Meerbusch des Landesverbandes Rheinland im Deutschen Teckelklub.

Zu vergeben waren die Landesmeistertitel, die bei den Züchtern begehrt sind, da die ausgezeichneten Tiere gerne weiter in der Zucht gebraucht werden. "Bewertet wird die Anatomie des Hundes. Das Gebiss und die Rute werden kontrolliert. In Bewegung schauen sich die Richter auch den Charakter des Tieres an", erklärt Astrid Küppenbender vom der Gruppe Meerbusch. Vor dem Gang in den Ring wurden die Hunde dann noch einmal von Herrchen oder Frauchen gebürstet, damit sie sich von ihrer schönsten Seite zeigen können.

Matthias Hoffmann hatte einen kurzhaarigen Normalteckel zur Hundeschau in der Holzheimer Mehrzweckhalle angemeldet. FOTO: Anja Tinter

Der Teckel ist zwar ein kleiner Hund, aber vielseitig und langlebig. Wenn die Hunde den Standards entsprechen, können sie auch gut bewertet werden. "Ziel ist es, gesunde Hunde zu züchten. Daher ist es wichtig, dass Tiere mit gesundheitlichen Problemen aus der Zucht genommen werden", erklärt Fachfrau Küppenbender, die selbst Richterin ist.

Viele Teckel werden als Gebrauchshunde von Jägern gehalten. Für die speziellen Anforderungen gibt es dann auch noch einmal andere Prüfungen für die Tiere, in denen sie ihr Können zeigen, die Schönheit ist da nicht so wichtig.

Bewertet wurden die Teckel in den Kategorien Rauhaar, Kurzhaar und Langhaar, dann wurde weiter unterteilt in die drei Größen Normal, Zwerg- und Kaninchenteckel. Nimmt man nun noch die Altersklassen hinzu, kommen einige Wertungen zusammen. In den Ring durfte aber auch nur, wer auch eine entsprechende Ahnentafel vorzuweisen hat.

Den ganzen Tag über herrschte wuseliges Treiben in der Halle an der Maximilianstraße, was so manchen der Hunde nervös machte. Bellen in allen Tonlagen gehört bei so einer Zuchtschau zum normalen Klangbild. Die Ringrichter blieben aber unbeeindruckt von der Geräuschkulisse, Waltraud Finnern und Horst Kettendörfer nahmen sich für jeden Hund Zeit, um ihn begutachten zu können.

In der Erwachsenenklasse mussten die Besten am Schluss noch einmal in den Ring, denn es wurde auch noch der Sieger der Schau gekürt.

Quelle: RP
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