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Meerbusch
Landwirte versuchen A 44-Gewerbegebiet zu stoppen

Meerbusch. Vor der heutigen Entscheidung im Rat über die Weiterplanung eines Interkommunalen Gewerbegebietes an der A 44 mit Krefeld hat die Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach in einem Schreiben an Politik und Verwaltung vor unüberlegten Schritten gewarnt.

Peter Herzogenrath als Kreisgeschäftsführer der Landwirte schreibt darin, dass er Verständnis für die Ausweisung neuer Gewerbeflächen habe. Allerdings liege der gutachterlich ermittelte Eigenbedarf für Meerbusch bei nur 28 Hektar. Dass Meerbusch jetzt 70 Hektar Gewerbefläche an der A 44 ausweisen will, sei der falsche Weg. Die dortige Fläche sei "das Filetstück schlechthin an landwirtschaftlichen Flächen im Gemeindegebiet von Meerbusch", so Herzogenrath. Es gebe im gesamten Gemeindegebiet keinen Acker mit besserer Bodenqualität. Auch seien die Felder mit Wirtschaftswegen gut erschlossen. Dies sei auch für die Reiter attraktiv. Die Politik solle sich deshalb für die Ansiedlung von Gewerbe an einer anderen Stelle entscheiden.

Auch Andrea Blaum vom Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) hat sich gestern an die Politik gewandt. Landwirtschaftliche Betriebe würden aktiv Klimaschutz betreiben. Der Anbau von Pflanzen binde CO2. Von der Sicherung des Freiraums profitierten Boden-, Wasser- und Luftqualität. "Wer jetzt nicht erkennt, dass die Unwetter der letzten Tage nur winzige Symptome unserer Verbrechen an unserer Umwelt sind, wird bald über mehr als nur durchnässte Teppichböden jammern", schreibt Blaum.

(sep)
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