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Meerbusch
Langst-Kierst: Mängel bei Straßenbau

Meerbusch. Anwohner fragen nach den Kosten. Die Stadt will mit der ausführenden Firma nachverhandeln.

Bei der Sanierung der Straße Am Oberbach in Langst-Kierst hat es Probleme gegeben. Stadtsprecher Michael Gorgs bestätigte auf Anfrage unserer Redaktion, dass die Straße mittlerweile fertiggestellt sei, allerdings der Fachbereich Straßen und Kanäle etliche Mängel festgestellt habe. "Diese sollten ursprünglich im Laufe des Septembers beseitigt werden. Auf Grund eines erhöhten Krankenstandes hat die beauftragte Firma Eurovia um einen Aufschub von vier Wochen gebeten", teilte Gorgs mit. Wie viel am Ende die Anwohner zahlen werden, sei noch unklar.

Zur Vorgeschichte: Anwohner Hans-Dieter Gardeweg hatte sich vor Wochen bereits an Leo Jürgens (CDU) als Vorsitzenden des Bau- und Umweltausschusses gewandt und nach den Kosten gefragt, die auf die Anwohner zukommen. Die Kosten seien von der Stadt im Jahr 2014 bei der Vorstellung der Maßnahme mit elf bis 13 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche jeden Anwohners angegeben worden. "Der Kostenprognose lag jedoch eine Planung zugrunde, die im Bauabschnitt zwei von einer Gesamtstraßenbreite mit Fahrbahn plus Gehweg von 7,65 Metern ausging. Die Kosten für diesen Bauabschnitt wurden damals mit 390.000 Euro und die Gesamtkosten für alle drei Bauabschnitte auf 618.000 Euro veranschlagt", schreibt Gardeweg. Im Zuge mehrerer Nachbesserungen habe der Bauausschuss festgelegt, die Gesamtstraßenbreite auf 6,60 Meter zu reduzieren. Dadurch seien die Kosten um 58.000 Euro auf 332.000 Euro verringert worden. "Für alle drei Bauabschnitte zusammen wurden laut Vorlage nur noch 508.500 Euro inklusive aller Nebenkosten veranschlagt, also eine Ermäßigung um 109.500 Euro zu der Prognose von 2014", so Gardeweg weiter. Für die Anlieger sei es unverständlich, dass sie immer noch die gleichen Kosten tragen sollen, zumal die beauftragte Firma Eurovia den Ausbau sogar für 460.000 Euro angeboten haben soll. Die Anlieger befürchten jetzt sogar Mehrkosten.

Welche Kosten die Bürger zu tragen haben, kann die Stadt derzeit noch nicht sagen. Das würden die Nachverhandlungen mit der Firma ergeben, sagte Gorgs. "Nach Abnahme soll dann die Schlussrechnung gestellt werden."

(sep)
 
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