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Meerbusch
Leidet Meerbusch unter Krankenhaus-Schließung?

Meerbusch. "Die Aktiven" schreiben an Landrat Petrauschke und Bürgermeisterin Mielke-Westerlage.

Die Insolvenz des Dominikus-Krankenhauses in Heerdt strahlt auch nach Meerbusch. Nach Angaben von Christian Staudinger-Napp, Ratsherr für "Die Aktiven", gebe es viele Anfragen von besorgten Meerbuschern, die fürchten, dass die Akut-Versorgung für Meerbuscher nicht mehr gewährleistet sei, wenn das Krankenhaus geschlossen würde. Der Politiker schreibt darum an den Neusser Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage. Seine Frage: Gibt es von der Stadt Meerbusch bzw. der Verwaltung im Rhein-Kreis Neuss Kooperationsgespräche mit dem Dominikus-Krankenhaus mit dem Ziel, dass auch die Meerbuscher Bevölkerung weiter eine wohnortnahe qualitativ hochwertige Grund- und Regelversorgung in Anspruch nehmen kann? Staudinger-Napp hat dabei auch das Neubaugebiet in Büderich im Blick, in das demnächst viele Neu-Bürger einziehen. Eine Antwort von Petrauschke kam gestern Mittag prompt: "Natürlich ist eine gute ortsnahe medizinische Versorgung wichtig. Andererseits ist gerade im Stadtgebiet Düsseldorf ein erheblicher Krankenhaus-Bettenüberhang festzustellen. Nach dem Krankenhaus-Plan des Landes ist mindestens ein Krankenhaus überflüssig." Der Landrat vermochte aber noch nicht zu sagen, welches konkret betroffen ist. Das müsste das Gesundheitsministerium des Landes entscheiden. "Dass jetzt das einzige linksrheinische Krankenhaus in Düsseldorf in Rede steht, ist besonders zu betrachten. In Neuss stehen aber auch nahe gute Häuser als Alternative zur Verfügung," schließt der Landrat seinen Brief an Staudinger-Napp.

Der Politiker aus Meerbusch will zudem wissen, wie viel Meerbuscher im Dominikus behandelt werden. Sein Appell: Stadt und Kreis müssten sich dafür einsetzen, dass das Krankenhaus in Heerdt erhalten bleibt - "als medizinisch begründete Notwendigkeit für den linksrheinischen Raum".

(ak)
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