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Meerbusch
Leserforum: Wo ist Tempo 30 nötig?

Meerbusch: Leserforum: Wo ist Tempo 30 nötig?
FOTO: Adfc
Meerbusch. Die Bundesregierung will die Einführung von Tempo30-Zonen erleichtern. Wir haben unsere Leser um Vorschläge gebeten, wo in Meerbusch die Geschwindigkeit limitiert werden soll. Die Beteiligung war groß.

Sensibilisieren

Tempolimits sind wichtig – wenn sie eingehalten werden. Sie sind nutzlos, wenn es nicht gelingt, die Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren.

Das absolute Negativ-Beispiel ist der Hohegrabenweg in Büderich.
Als Anwohner erlebe ich hier jeden Tag die unmöglichsten Situationen.

Eltern (oft mit Handy am Ohr ), die ihre Kinder zur Schule bringen.
Sie sind offensichtlich zu spät zu Hause gestartet, fahren mit großer Geschwindigkeit und missachten das Tempolimit, um die Kinder pünktlich in der Schule abzuliefern.
Dabei ist das Tempolimit eingerichtet, um einen sicheren Schulweg zu gewährleisten. Kontrollen der Ordnungsbehörden? Sehr, sehr selten.

Es besteht Handlungsbedarf, um die Tempolimits durchzusetzen.

Otto Potthast


Viel zu schnell

Ich schlage ein Tempolimit 30 km/h für die Straße "Am Fronhof" von der Dorfstraße bis zur Poststraße vor. Auf dem ersten Stück, nachdem die Kraftfahrer über den Brühler Weg bzw. und die Dorfstraße auf den Am Fronhof gekommen sind, müssen sie noch langsam wegen geparkter Fahrzeuge fahren bzw. den Gegenverkehr abwarten. Schon in der anschließenden, unübersichtlichen Kurve wird zu oft bis zur Poststraße noch richtig Gas gegeben. Ein Überqueren an dieser Stelle ist lebensgefährlich. Entgegengesetzt von der Witzfeldstraße kommend überqueren die Fahrzeuge die Poststraße und beschleunigen viel zu hoch, um durch die unübersichtliche Kurve zu fahren, um dann doch wieder wegen des Gegenverkehrs stehen zu bleiben. Auch hier die gleiche Stelle mit hoher Gefahr beim Überqueren. Hingewiesen wird auch darauf, dass es sich um einen Schulweg für kleine Kinder handelt. 50 km/h sind zu schnell, auch dann, wenn Schulkinder alleine oder begleitet von den Eltern oder mit dem Fahrrad (Kind auf dem Bürgersteig und Elternteil auf der Straße fahren). Der Verkehr ist Am Fronhof stärker bzw. mehr geworden. Vielfach wird die Straße bevorzugt, nicht nur wenn die verkehrsreiche und staugefährdete Hauptverkehrsader in Büderich (Düsseldorfer/Moerser Straße) verstopft ist.

Peter Hellmich
Am Fronhof 26

 

Überall

Tempo 30 sollte in allen Wohnstraßen eingeführt werden, denn es wird ja überall für die Situationen zu schnell gefahren – und da auch schon in den bestehenden 30er Zonen, sollten direkt noch ,schlafende Polizisten' gebaut werden, also Straßenschwellen. Der einzige Weg, auch die Rücksichtslosen zur Langsamkeit zu zwingen. Sonst nützt es nichts. Für Fußgänger und Radfahrer planen, mehr "shared space" wagen – das wäre auch in der neuen Siedlung an der Heinrich Heine Straße in Strümp gut gewesen – jetzt gibt es wieder Straße und Fußgängerwege und Autofahrer verdrängen Kinder.

Und endlich die Ankündigung wahr zu machen, die Kreuzung umzugestalten, wo der Junge tot gefahren wurde. Das ist doch unfassbar, wie lange hier nichts passiert. Fußgänger planen lassen und nicht die Autofahrer.

Inta Jacobi
Auf dem Hahn 18 (hier hält sich auch keiner an die vorgeschriebenen 30 und durch die Spielstraßen fährt keiner die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit!)


Ignorant

Ich wohne an der Friedenstraße in Büderich, die regelmäßig als Ausweichstrecke zur Hauptverkehrsstraße Moerser Straße / Düsseldorfer Straße missbraucht wird. Sehr oft müssen wir erleben, dass die Autofahrer nicht nur die Tempobeschränkung, sondern auch die Fußgängerüberwege ignorieren.

Daneben stellt die Haltestelle am Hallenbad – vor allem in den frühen Morgenstunden aufgrund der Schulsportveranstaltungen – eine weitere Gefahrenquelle für die aus den Bussen ein- und aussteigenden Kinder dar, die durch die nicht angepasste Fahrweise des Durchgangsverkehrs verschärft wird. Bei der Wiedereröffnung des Hallenbades 2017 ist dieses Problem wieder allgegenwärtig. Aus diesem Grund plädiere ich für die Einführung einer 30er Zone in der Friedenstraße verbunden mit einer Anliegerstraße, um auch den Berufsverkehr über diese Ausweichroute einzudämmen.

Björn Hilkenbach
Friedenstr. 10b

 

Risiko

Es gibt gute Gründe für ein Tempolimit vor der Kurve Rheinstraße/Josef-Tovornik-Straße. Auf unserem Gemeinschaftsgrundstück Josef-Tovornik-Straße 1, 3, 4 und 5 stehen sechs Garagen und acht Pkw-Stellplätze. Daher fahren morgens einige Autos von diesem Gelände auf die Josef-Tovornik-Straße. Häufig biegen Pkw mit 50 km/h von der Rheinstraße kommend in die Josef-Tovornik-Straße ein, was so erlaubt ist. Von unserem Gemeinschaftsgrundstück nach links abzubiegen, ist ein hohes Risiko, weil man, auch wenn man zügig anfährt, kaum über die Straße kommt, wenn ein vorher nicht sichtbares Fahrzeug mit 50 km/h in die Josef-Tovornik-Straße einbiegt. Der Weg zum Ärztehaus (Rheinpraxis) und den dahinter liegenden Ärzten wird häufig von älteren Menschen benutzt, die dort kaum über die Straße kommen.

Viele Schüler sammeln sich morgens an der Haltestelle Lank-Kirche (auf der Rückseite von Kaisers), auf der Josef-Tovornik-Straße. Oft laufen Nachzügler, die den Bus noch erreichen wollen, einfach über die Straße. Etwas weiter, da wo die Rheinstraße zwischen Mrs. Books und Haus Baumeister die Gonellastraße kreuzt, ist auf der Gonellastraße in beiden Richtungen ein Stoppschild. Oft, und meistens morgens, ist es mir passiert, wenn ich in Richtung Pfarrheim mit dem Auto angehalten hatte und wieder anfahren wollte, dass sehr plötzlich von rechts ein Fahrradfahrer angerast kam, der wegen der Bebauung vorher nicht zu sehen war. Der Gehweg ist an dieser Stelle höchstens 1,5 Meter breit, deshalb bleibt wenig Zeit anzuhalten. Hier wäre ein Stoppschild für Radfahrer gut, wenn es das gäbe. Ein Geländer, das Radfahrer zwingt, mehr in der Mitte des Überwegs zu fahren, wäre hier sinnvoll.

Claudia & Uwe Keßelhut
Josef-Tovornik-Straße 3

 

Kontrollen nötig

Alle Tempo-30-Schilder helfen nicht viel, wenn nicht regelmäßig Kontrollen durchgeführt werden. Seit mehr als 40 Jahren ist das Rottfeld in Strümp zur Tempo-30-Zone ausgeschildert. Nur wenige Autofahrer halten sich daran. Solange die eigenen Kinder klein waren, fuhren die Eltern verhalten, danach drückten sie wieder aufs Gas. Verschärft hat sich die Situation nach der Erweiterung der Baumschule Schubert. Kunden und Lieferverkehr, oft mit den längsten Lkw, egal woher sie kommen, aber auch die Baumschulfahrzeuge missachten die Vorschrift. Hinzu kommen die vielen Paketdienste (Folge des freien Wettbewerbs), die es ja immer eilig haben. Es gibt sogar Fahrer, die mit mehr als 50 km/h die Rottfeldstraße durchrasen. Obwohl auch heute noch Schulkinder im Rottfeld unterwegs sind, sehe ich in der Geschwindigkeitsbegrenzung vor allem einen Lärmschutz für die Anwohner. Aber darüber denkt wohl kein Autofahrer nach. Man hat den Eindruck, dass immer mehr Autofahrer die Verkehrsvorschriften nur als Empfehlung betrachten.

Adi Krey
Rottfeldstraße


Sprintpiste

Die Claudiusstraße zwischen der Gonellastraße und der Uerdinger Straße gehört zu den letzten Sprintpisten in Lank. Hier wird noch einmal richtig Gas gegeben, um zum Beispiel noch die grüne Ampel zu erreichen. Da wird die 50er Zone meist etwas großzügig interpretiert. Dumm nur, da sich inmitten der kleinen Rennpiste ein Zebrastreifen befindet, der jeden Schultag von Grundschul- und Kindergartenkindern genutzt werden muss. Schon viele Beinahe-Unfälle sind hier zu verzeichnen, aber solange hier kein Unfall mit tödlichem Ausgang passiert, sind der Stadt ja wohl die Hände gebunden.

Christoph Götte
Meerbusch

 

Verändern!

Tempo 30 braucht es unbedingt auf der Marienburger Straße in Büderich! Über diese kleine Straße Brettern Lkw und Pkw viel zu schnell und ohne Rücksicht auf Bewohner Richtung Autobahn entlang. Auch zu Stoßzeiten, bei Stau, sind die Abgase sehr schlimm vorhanden. Seit Jahren reden wir schon darüber. Bitte verändert diese Situation!

Selda Zenker


Kontrollieren

Tempo 30 – am Besten auf der Landstraße zwischen Lank und Bösinghoven, und dann immer fein kontrollieren. Denn darum geht's doch? Abzocken, anstatt wirkliche Gefahrenpunkte zu sichern und kontrollieren. In der Kemperallee fahren max. zwei Autos am Tag die erlaubten 30!
Claus Heinze


Überfällig

Die Marienburger Straße ist längst überfällig. Aber es muss wohl erst jemand von einem rasenden Lkw aus dem Böhler-Areal erfasst werden.

Ramon Zenker

 

Nutzlos
Was nutzen Tempo 30-Zonen, wenn nicht ausreichend kontrolliert wird? Bestes Beispiel: Uerdinger Straße in Lank-Latum.

Jörg Schlößer

 

Überall

Außer den Hauptdurchgangsstraßen sollten alle beschränkt werden.

Ulrich Mannes

Quelle: RP
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