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Horst Eckert
Lesung aus dem Krimi "Schattenboxer"

Meerbusch. Die Beliebtheit von TV-Krimis ist ungebrochen. "Aber ein Kriminalroman ist etwas ganz anderes, hier geht es ans Eingemachte", sagt der Düsseldorfer Autor Horst Eckert. "Ein Krimi muss sich auch um Dinge des Mensch-Seins drehen, etwas zum Nachdenken bieten." Wie sich das liest, gab der studierte Politik-Wissenschaftler jetzt in der ausverkauften Buchhandlung Mrs. Books in Lank-Latum zum Besten. "Schattenboxer", der neue Thriller mit dem bewährten Vincent Che Veih als Kripo-Ermittler, stand im Mittelpunkt und mit den ausgewählten Vorlese-Passagen ließ der Autor erkennen, dass er in dem 380 Seiten starken Buch alle Geschütze aufgefahren hat. Selbstmord, Mord, Rassismus, Terrorismus, Verschwörung - alles bekommt seinen Raum und wird fesselnd erzählt. Diese Höchstspannung erzeugt Eckert auch während der Lesung. Geschickt wechselt er die unterschiedlichen Handlungsstränge, die zum Roman-Ende zusammenlaufen. Alle seine Figuren haben es mit einem unbekannten Gegner zu tun. "Sie boxen gegen einen mächtigen Schatten", erklärt er den Krimi-Titel. Viele der in Düsseldorf verankerten Orte, an denen diese aus Realität und Fiktion kombinierte Handlung spielt, sind den Zuhörern bekannt. Das gibt dem Ganzen einen besonderen Reiz. Auch die Einblicke in das Privatleben des Vincent Che Veih und seinen Polizeialltag sind fesselnd erzählt. Außerdem verrät Eckert in Lank-Latum auch etwas aus seinem Leben: "Als Krimi-Fan bin ich spontan zum Schreiben gekommen. Die Sprache hat mir oft nicht gefallen, ich wollte es besser machen." Der Erfolg gibt ihm Recht. Als erfahrener Krimi-Star hält er die Spannung hoch. Wer wissen will, wie die Geschichte um den "Schattenboxer" ausgeht, muss ins Buch sehen. Aber darüber, wer der Täter sein könnte, wurde beim anschließenden Beisammensein mit "pane e vino" aus der "Trattoria Pronto Salvatore" reichlich spekuliert.
(mgö)
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