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Meerbusch
Malerische Idylle im Bauerngarten

Meerbusch. Helga Ebner und ihre Staffelei sind nicht leicht zu finden. Sie sitzt - Aquarellfarben, Wasserbecher und ein Tuch zum Abwischen der Pinsel in greifbarer Nähe - in der hintersten Ecke eines Gartens. Er gehört Theodor Blickmann, der dafür sorgt, dass dort neben Gemüse- und Obstsorten auch Blumen bestens gedeihen.

Helga Ebners Blick aber geht dorthin, wo Stangenbohnen in den Himmel zu wachsen scheinen: "Die Blätter der Bohnen sind sehr unterschiedlich und verfärben sich jetzt langsam. Das bildet eine harmonische Einheit mit den bunten Astern sowie den Sonnen- und Strohblumen."

Oft malt die Lank-Latumerin nach Fotos, die sie unterwegs gemacht hat. Aber das Malen in der Natur macht ihr auch Freude. "Allerdings kann das anstrengend sein, nach drei bis vier Stunden mache ich Schluss." Schnelligkeit ist ohnehin angesagt, denn Sonne und Wind lassen die Farben schnell trocknen. Bei diesem hier abgebildeten Bild hat sie mit den hellen Passagen begonnen: "Die Schatten setze ich erst später. Das bringt Tiefe in die komplette Ansicht."

Erfahrung hat sich Helga Ebner in rund 36 Jahren angeeignet. Seitdem ist die Grafikdesignerin künstlerisch tätig: "Ich habe immer Lust zum Malen. Das wurde mir gewissermaßen in die Wiege gelegt. Mein Vater war ausgebildeter Kunst- und Kirchenmaler."

Kein Wunder, dass das Zeichnen und Malen zu ihren Hobbys zählt. Wenn sie mit dem Fahrrad unterwegs ist und interessante Motive sieht, werden sie fotografiert. "Aber in diesem Garten sind besonders spannende Kombinationen zu finden. Um Blau-, Gelb-, Orange- oder Violett-Töne aus der Natur richtig zum Leuchten zu bringen, muss die Szenerie gut ausgeleuchtet sein", fasst Helga Ebner zusammen.

Dieser Tag, an dem sie im Blickmann-Garten sitzt, bringt mit einem Wechsel von Sonnenschein und leichten Wolken ideale Voraussetzungen mit.

Quelle: RP
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