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Meerbusch
"MeerBad" öffnet nach der Renovierung am 30. September

Meerbusch: "MeerBad" öffnet nach der Renovierung am 30. September
Kurz vor Weihnachten 2015: Zum letzten Wochenende im Hallenbad kamen noch einmal viele Besucher und guckten sich auch die DLRG-Aktionen an. FOTO: Dackweiler Ulli
Meerbusch. Sieben Millionen Euro gibt die Stadt Meerbusch für die Sanierung des Hallenbades in Büderich aus. Der Hallenbadausschuss hat sich zu seiner achten und letzten Sitzung getroffen. Von Anke Kronemeyer

Am Ende gab es Applaus: Denn die Mitglieder des Hallenbadausschusses trafen sich zum letzten Mal und bedankten sich vor allem bei Claus Klein und seinem Team. Der Leiter Service Immobilien hat die Renovierung des Hallenbades maßgeblich betreut und auf den Weg gebracht. "Und weil er so guten Geschmack hat, ist das Bad auch richtig schick geworden", lobte Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage.

In der letzten Sitzung des extra gegründeten Hallenbad-Ausschusses standen wegweisende Punkte auf der Tagesordnung. Allein das Ergebnis der Namenssuche: Das Hallenbad heißt demnächst "MeerBad". Die Stadt hatte alle Meerbuscher um Vorschläge gebeten. Exakt 402 Vorschläge waren eingeschickt worden, 80 mal allein "Meerbad". Aber auch "La Meer" oder "Glücksoase", "Parkbad", "Bü-Bad", "Meer-Spaß", "Meer-Wellen" oder "Meer-Bütt" waren die Ideen.

... und so sieht das Becken nun real aus. FOTO: Archiv/Kronemeyer

Jetzt also MeerBad: Die Verantwortlichen im Rathaus sind bereits in enger Abstimmung mit einem Grafiker, um den Schriftzug zum Beispiel im gleichen Blau zu gestalten, das auch im Hallenbad verbaut wurde. Viel Zeit ist nicht mehr. Denn die Eröffnung, die eigentlich schon im August gefeiert werden sollte, findet nun Samstag, 30. September statt. Claus Klein: "Wir erhöhen jetzt von Tag zu Tag den Druck auf die Baufirmen."

Denn die Nachfrage auch der Schulen nach Schwimm-Zeiten ist groß. Die Schüler, die im Sportunterricht schwimmen gehen, verbringen im Moment mehr Zeit mit der Anfahrt zum Beispiel ins Düsseldorfer Schwimmbad als mit dem Schwimmen selbst. Aber nicht nur Schüler sollen im renovierten Bad schwimmen gehen, sondern alle anderen Meerbuscher auch sowie Vereine und kommerzielle Nutzer. Einige private Schwimmschulen haben angefragt, ob sie das Bad nutzen können. Wie die Abrechnung mit ihnen funktionieren soll, wurde am Dienstagabend noch einmal vertagt und soll im Schul- und Sportausschuss am 20. September beraten werden. Vermutlich soll mit jedem privaten Nutzer ein eigener Vertrag geschlossen werden. Die Nutzungssatzung, die im Hallenbadausschuss verabschiedet werden sollte, hatte allgemeine Formulierungen für die kommerziellen Nutzer, die den Politikern zu wenig transparent erschienen. Auch den Vertrag mit der Physiotherapie wollten die Politiker einsehen und baten noch einmal dringend darum, dass das Fitness- und Wellnessangebot mit den nun verlängerten Öffnungszeiten des Bades abgestimmt werde.

Die Öffnungszeiten im Bad werden von früher 52 Stunden auf jetzt 80 Stunden erweitert. Natürlich auch, um die Einnahmen der Stadt zu steigern und damit den Zuschussbedarf zu reduzieren. Die Stadt rechnet damit, dass mindestens 8000 Besucher mehr pro Jahr das Bad nutzen und geht von 105.000 Besuchern insgesamt aus.

Das Bad ist dann ab Oktober von 6.30 an geöffnet. Diese frühe Öffnungszeit will FDP-Politiker Klaus Rettig als "Testphase" sehen. "Andere Bäder öffnen später und schließen sonntags auch schon um 16 Uhr." Das Bad in Büderich soll sonntags bis 18 Uhr offen bleiben.

Grundsätzlich sind die Politiker aber froh, dass das Bad wieder öffnet und auch mehr Schwimmzeiten anbietet. Nicole Niederdellmann-Siemes (SPD): "Vor allem Familien sollen dieses Bad jetzt mehr nutzen können." Aber man müsse wirklich auf die Öffnungszeiten gucken und auch die Vereinbarkeit von Schulschwimmen und dem öffentlichen Betrieb im Blick haben. Werner Damblon (CDU): "Toll, dass das Bad jetzt 80 Stunden geöffnet hat." Michael Berthold (FDP) war etwas kritischer: "Das Bad bietet nicht wesentlich mehr, ist nur schöner."

Die Eintrittspreise steigen von 3,45 auf 4,30 Euro. Der Antrag der SPD, die Preise unter vier Euro zu halten, wurde abgelehnt. Geldwertkarten gibt es für 50, 150 oder 200 Euro. Marc Becker (Piraten/Linke) schlug noch ein Firmenticket für 30 Euro vor, das soll geprüft werden.

Quelle: RP
 
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