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Meerbusch
Meerbusch, die Charity-Hauptstadt

Meerbusch: Meerbusch, die Charity-Hauptstadt
In der Backstube des Cafés Schwarz: v.l. Felix Hiersig, Ulrich Solbach, Gerd Neusen, Claus Jenckel, Gustav Ufer, Theo Busch, Nicolaus Lenzmann RP-Foto: : A. Endermann FOTO: Endermann Andreas
Meerbusch. Den meisten Meerbuschern geht es gut - und das geben sie gerne weiter. Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit starten vielerlei Benefiz-Aktionen. Der Erlös kommt gemeinnützigen Institutionen zugute. Von Monika Götz

Gutes tun im Advent. Die Bereitschaft, gemeinnützige Organisationen zu unterstützen, ist alljährlich in den Wochen vor Weihnachten besonders ausgeprägt. Das wird von Institutionen genutzt, um den Charity-Gedanken präsent zu halten und Spenden zu sammeln. In Meerbusch machen sich grundsätzlich viele Menschen für Benefiz-Veranstaltungen stark und das macht sich auch in der Adventszeit bemerkbar.

Einige dieser Aktionen "für einen guten Zweck" sind zur festen Einrichtung geworden. Beispielsweise die Weihnachtsbäckerei der Lions Club-Mitglieder. Jahr für Jahr stehen sie in der heißen Backstube des Cafés Schwarz, um nach dem Rezept des Bäckers Spekulatius zu backen. "Knapp 250 Pakete haben wir in diesem Jahr gefüllt", berichtet Lions-Präsident Ulrich Solbach.

Diese und von den Lions-Frauen gebackene Plätzchen, Glühwein, Erbsensuppe, Waffeln und Mistelzweige werden am Samstag, 10-15 Uhr, am Einkaufszentrum an der Dorfstraße (früher Kaisers) verkauft. Der Erlös geht an die Hospizbewegung Meerbusch sowie das Friedensdorf in Oberhausen - es kann auch gut erhaltene Kleidung abgegeben werden. Allerdings ist das seit über 15 Jahren andauernde Engagement für das Kinderdorf eine Ausnahme. Denn andere Gelder aus Lions-Veranstaltungen bleiben in Meerbusch. Damit werden Schüler bei der Berufswahl, die Behindertenhilfe, die Bewegungswerkstatt in der Böhlersiedlung oder die Schulverpflegung für bedürftige Kinder unterstützt.

Zur Tradition geworden ist ebenfalls die vom Gartencenter Selders veranstaltete Glühweihnacht. Sie zieht ein begeistertes und großzügiges Publikum an und startet am 23. Dezember zum neunten Mal. "Bisher sind insgesamt rund 160.000 Euro an soziale Projekte ausgeschüttet worden", freut sich Toni Selders. Und auch die Stadtverwaltung macht sich für Spenden stark. Zum achten Mal sucht das Jugendamt "Wunschpaten". Sie können mit der Teilnahme an der Aktion "Meerbuscher Sterntaler" Kindern eine Freude machen. Karten mit den Wünschen im Wert von circa 25 Euro hängen an den "Sterntaler"-Bäumen in Büderich, Lank und Osterath, Info unter Telefon 02159 916533 oder 916577.

Auch Meerbuscher Schulen und Kindergärten können auf ein anhaltendes Engagement zurückblicken. Seit fünf Jahren werden Hilfspakete zugunsten von notleidenden Familien und Waisenkindern gepackt. 150 Pakete waren es in diesem Jahr, die Schüler des Meerbusch-Gymnasium, der Martinus- und der Pastor-Jacobs-Schule auf den Laster packten. Die kostbare Fracht mit Lebensmittel- und Kleidungsspenden von Meerbuscher Familien wurde ins Friedensdorf Oberhausen gebracht.

Aber auch andere Veranstalter hoffen auf ein großes Herz der Mitmenschen. So sind Meerbuschs Kirchengemeinden darauf bedacht, das Charity-Engagement zu stärken. Die Katholische Kirchengemeinde Sankt Mauritius und Heilig Geist beispielsweise lädt am Freitag, 20 Uhr, in die St. Mauritiuskirche zu einem Benefizkonzert zugunsten des Deutschen Roten Kreuzes Meerbusch ein. Zu hören ist der Gospelchor Meerbusch "Spirit of Joy". Als Highlight werden ein Saxophonist und ein Percussionist angekündigt. Der Eintritt ist frei - es wird um Spenden gebeten.

Für die "Tafel" der Initiative "Meerbusch hilft" hat sich jetzt die Evangelische Kirchengemeinde Lank mit den Geldern aus einer Kollekte engagiert. Und die Bürgerstiftung hat wiederum zugunsten der Hospizbewegung einen mit Gutscheinen oder Sachpreisen bestückten Adventskalender in Umlauf gebracht.

Bei den meisten der hier aufgeführten Meerbuscher Institutionen aber hört die Hilfsbereitschaft mit dem Weihnachtsfest nicht auf. Sie zieht sich durch alle Jahreszeiten und hofft dabei auf spendenfreudige Mitbürger.

Quelle: RP
 
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