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Meerbusch
"Meerbusch fiebert der Tour entgegen"

Meerbusch: "Meerbusch fiebert der Tour entgegen"
Die Tour de France führt durch Meerbusch: Der Grand Départ wird auch in Büderich mit einem großen Event gefeiert. FOTO: Stadt Meerbusch
Meerbusch. Zum zweiten Tour-Gipfel lud Düsseldorfs OB Thomas Geisel gestern Vertreter der Kommunen ins Rathaus, die sich an der Tour de France beteiligen. Mit dabei auch Meerbuschs Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage. Von Anke Kronemeyer

Das Wort "Fieber" geisterte immer wieder durch den Saal. Die ganze Region sei im Tourfieber, so Düsseldorfs OB Thomas Geisel. Angelika Mielke-Westerlage sieht das ähnlich, bezog die erhöhte Temperatur natürlich auch auf Meerbusch. "Das ist wirklich eine tolle Sache, dass die Großen des Radsports auch durch unsere Stadt rollen," sagte sie in ihrem kurzen Statement.

Düsseldorf hatte sich um den Grand Départ der Tour de France beworben, und die umliegenden Kommunen sprangen mit ins Boot. Wer von dem Spektakel profitieren wollte, musste aber zahlen. In Meerbusch brachten Sponsoren die nötigen 50.000 Euro zusammen, damit die Rennradler auch über die Dorfstraße fahren - und Meerbusch damit vielleicht international im Fernsehen präsent ist. Die Stadt selbst zahlt ungefähr noch einmal 10.000 Euro für das so genannte Side-Event: Am Samstag wird ab 17 Uhr zur Prolog-Party geladen, am Sonntag beginnt das Event um 10 Uhr mit einem ökumenischen Rad-Gottesdienst und setzt sich dann mit großem Programm mit Musik und Spiel auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz fort.

Alle Kommunen stellten gestern ihre Pläne für den Tour-Tag vor: Mettmann kündigt eine große Party entlang der Strecke an, das Neanderthal-Museum ist ebenso dabei, in Ratingen gibt es Theater, Fischmarkt, Schaufensterwettbewerb und eine Fahrradausstellung, Neuss stellt die deutsch-französische Freundschaft in den Mittelpunkt, und Kaarst, das sich selbst als Zentrum des Radsports bezeichnet, lädt zum Familienfest und zur Ausstellung "Helden der Landstraße". Korschenbroich, Mönchengladbach, Jülich und Würselen sowie Aachen gehören ebenfalls zur großen regionalen Tour-Gemeinde, die von dem Radsport-Event profitieren wollen.

Angelika Mielke-Westerlage zählte für ihre Kollegen alles auf, was bislang in Meerbusch geplant ist: Tour-Räder als Deko in der Stadt, der bereits produzierte Tourfilm, ein Sportdorf auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz mit Tennisfeld, Einrad-Hockey und Windsurf-Simulator; außerdem wird das Sportfest von Oktober in den Juli verlegt: Am Sonntag, 2. Juli, werden die Sportler und Mannschaften des Jahres geehrt. Auf einer Leinwand auf dem Platz wird die Tour übertragen. Wenn die Radfahrer den Ortsteil wieder verlassen haben - gegen 14 Uhr - zieht die Werkskapelle Böhler über die Dorfstraße und beginnt das große Bühnenprogramm mit Taiko-Trommlern, Tanzvorführungen und Live-Musik. Beim Fest dabei sind auch Bürger aus der bretonischen Partnerstadt Fouesnant. Außerdem ginge es an diesem Tag auch darum, so Mielke-Westerlage, das Fahrrad als attraktives Verkehrsmittel zu bewerben. Dass sich die Meerbuscher auf die Tour freuen, macht die Bürgermeisterin in dieser Woche an einem kleinen Detail fest: "Unsere Tourklingel ist bereits ausverkauft." Eigentlich sollte der Verkauf des kleinen Souvenirs erst gestern beginnen, doch schon direkt nach Pfingsten waren die ersten 500 Exemplare der Klingel ausverkauft. Trost für alle, die noch keine Klingel kaufen konnten: Die Stadt hat nachbestellt.

Quelle: RP
 
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