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Kind in Meerbusch verletzt
Männer sollen Barrikaden vor Rettungswagen gelegt haben

Rettungswagen in Meerbusch behindert
Rettungswagen in Meerbusch behindert FOTO: Verena Kensbock
Meerbusch. Drei junge Männer haben laut Zeugen den Einsatz von Rettungskräften in Meerbusch am Frankenweg sabotieren wollen. Ein zwölfjähriger Junge war auf einem Spielplatz gestürzt und musste ins Krankenhaus. Die Tatverdächtigen sollen den Weg verbarrikadiert haben.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurden den Einsatzkräften Müllcontainer und Möbelteile mit herausragenden Nägeln in den Weg gestellt, um den Rettungswagen an der Abfahrt zu hindern. Das haben jedoch andere Kinder und Jugendliche verhindert, die bereits während des Einsatzes die Hindernisse aus dem Weg geräumt hatten, berichtet die Polizei. Der Rettungswagen konnte demnach ohne Verzögerungen losfahren.

Es ist noch unklar, warum die drei Tatverdächtigen, unter denen sich laut Polizei ein 19-Jähriger aus der Nachbarschaft befand, den Einsatz behindern wollten. Der junge Mann war zuvor von den Rettungskräften vom Einsatzort verwiesen worden, wie eine Sprecherin der Polizei am Dienstagmorgen sagte. Danach kam es zu der Aktion. Der 19-Jährige bestreitet jedoch die Sabotage, sagte die Sprecherin. 

Die Tatverdächtigen erwartet nun ein Ermittlungsverfahren.

Der Zwölfjährige war auf einem Spielplatz von einem Bauwagen gefallen und hatte sich dabei verletzt. Er musste nach dem Sturz am Montagabend in ein Krankenhaus gebracht werden. Er habe jedoch keine schwerwiegenden Verletzungen erlitten, sagt die Polizeisprecherin.

Entgegen einer ersten Mitteilung der Polizei sind die Personalien der zwei weiteren Tatverdächtigen nicht bekannt, heißt es am Dienstagmorgen. Hinweise auf einen persönlichen Streit zwischen den Beteiligten und dem verletzten Jungen oder deren Familien gebe es nicht, sagte die Polizeisprecherin. 

(top/lnw/veke)