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Meerbusch
Meerbusch unter Wasser

Meerbusch: Meerbusch unter Wasser
Das Rheinufer bei Mönchenwerth hat sich in eine Seenplatte verwandelt. FOTO: Christoph Reichwein
Meerbusch. Ab heute soll der Rheinpegel wieder fallen. Bis sich das Hochwasser wieder zurückgezogen hat, wird es aber noch einige Tage dauern. Das Rheinhotel hatte gestern geschlossen, das Restaurant Mönchenwerth öffnet am Wochenende wieder.

Jürgen Pütter bleibt entspannt. Der Direktor des Rheinhotels Vier Jahreszeiten in Langst-Kierst hat gestern kurzerhand das Haus für 36 Stunden geschlossen. "Wir haben einen Maler bestellt, der nutzt jetzt die freie Zeit für einige Anstriche." Am heutigen Dienstag, wenn sich das Hochwasser vor der Tür langsam laut Vorhersagen zurückzieht, öffnen sich die Türen des Hauses wieder. "Wir haben direkt morgens Tagungsgäste, und am Abend kann auch wieder bei uns übernachtet werden." Pütter, seit 2013 im Hotel, erlebt sein erstes Hochwasser. "Viele unserer Mitarbeiter haben sich schon daran gewöhnt." Die Straße zur Rheinfähre war bereits am Freitag gesperrt worden, am Sonntag war das Rheinufer am Hotel und Fährhaus beliebtes Ziel von Hochwasser-Touristen.

Eigentlich wollte Guy de Vries sein Restaurant in Mönchenwerth heute wieder öffnen. Daraus wird erst einmal nichts. "Vielleicht am Wochenende", so de Vries. Für ihn ist das Hochwasser fast Routine. "Vielleicht schon mein sechstes", erzählt er. Das Wasser läuft in den Keller und wird wieder herausgepumpt. Am Freitag konnte man die Häuser noch mit dem Auto erreichen, das ging bis gestern nicht mehr. Gegenüber des Restaurants wohnt bekanntlich Familie Pooth. Verona und Franjo Pooth kamen gestern Mittag auch vorbei, um ein paar Fotos von der Hochwasser-Situation zu machen.

Der Pegel soll in der Nacht seinen Scheitelpunkt bei 850 Zentimetern erreicht haben, ab heute soll er wieder fallen. "Also alles nicht so dramatisch", so Jürgen Pütter. Ab neun Meter könne man langsam anfangen, nervös zu werden.

(ak)
 
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