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Meerbusch
Meerbuscher in der Staufalle

Meerbusch. Gleich mehrere große Baumaßnahmen fallen aktuell zeitlich zusammen. Kommende Woche startet die Deutsche Bahn ihre Gleissanierung. Die Folge: Viele Meerbuscher Autofahrer stehen noch deutlich länger im Stau als ohnehin schon Von Martin Röse

Meerbuschs verkehrsgünstige Lage wird für die Stadt zunehmend zum Problem. Weil aktuell zahlreiche große Baumaßnahmen parallel laufen, suchen sich auch Autofahrer aus den umliegenden Städten und Gemeinden den Weg durch Meerbusch. Ob in Büderich oder Osterath - oft geht es nur noch schrittweise vorwärts, gerade während des Berufsverkehrs.

Gestern Nachmittag zum Beispiel ging von Büderich über die Düsseldorfer Straße in Richtung Landeshauptstadt so gut wie nichts mehr. Immer wieder stockte der Verkehr, standen die Autofahrer - bis hinter die Kreuzung an Haus Meer. Mit ein Grund: Am Handweiser in Düsseldorf wird zurzeit gebaut. Der Rückstau reicht bis nach Büderich. Ein anderer Grund: Wegen der Sperrung des Kaarster Kreuzes kommen Autofahrer nicht mehr direkt von der A57 auf die A52. Viele Autofahrer fahren in Bovert von der A57 ab und in Büderich auf die A52 auf. Gestern kam zusätzlich noch ein Unfall in Düsseldorf hinzu; auf der Danziger Straße war ein Betonmischer umgekippt.

In Osterath stauen sich die Autos ebenfalls jeden Tag. Nach wie vor ist der Winklerweg zum Teil gesperrt, regeln Baustellenampeln den Verkehr an den beiden Kreuzungen Meerbuscher Straße/Insterburger Straße sowie Strümper Straße/Winklerweg. "Oft stauen sich die Autos bis auf die Bahngleise zurück", berichtet ein Anwohner. "Seit die Schulferien zu Ende sind, ist es wirklich schlimm geworden." Er habe zwar grundsätzlich Verständnis für die Baußmaßnahme, kritisiert aber das Arbeitstempo. "Am Freitag, Montag und Dienstag hat da niemand an der Kreuzung Meerbuscher Straße/Insterburger Straße gearbeitet. Erst am Mittwoch waren dann mal zwei Arbeiter da." Viele Fußgänger würden wegen der langen Rotphase auch schon mal bei Rot über die Straße laufen. "Es kommt da häufiger zu gefährlichen Situationen", sagt der Anwohner.

Nach dem Wochenende könnte es noch ein bisschen schlimmer werden: Die Deutsche Bahn saniert auf 16 Kilometer Länge ihre Gleise auf Meerbuscher Gebiet. Ab Montag ersetzen Busse den RE7, der RE10 steuert den Bahnhof Osterath schon seit einer Woche nicht mehr an. Für Bahnfahrer bedeutet das deutlich längere Fahrtzeiten - und massive Verspätungen. Ein Sprecher der Nordwestbahn erklärte, seit Samstag komme es immer wieder zu Verspätungen, teilweise von bis zu 45 Minuten und darüber. Grund sei, dass die Deutsche Bahn Güterzüge auf der Ausweichstrecke bevorzuge. Auch diese Baustelle dürfte dafür sorgen, dass zahlreiche Bahnfahrer aufs Auto umsteigen, um zur Arbeit zu kommen - und in Meerbusch auf der Straße stehen.

Quelle: RP
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