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Meerbusch
Meerbuscher Künstlerin zieht in Behindertenzentrum

Meerbuscher Künstlerin zieht in Behindertenzentrum
Meerbusch. Sechs Monate lang wird Katharina Maderthaner mit den Bewohnern einer Kölner Einrichtung Kunst schaffen

Die aus Meerbusch stammende Künstlerin Katharina Maderthaner erhält das diesjährige Dr.-Dormagen-Guffanti-Stipendium der Stadt Köln. Während des sechsmonatigen Stipendiums hält sich Maderthaner auf dem Gelände des Städtischen Behindertenzentrums auf und setzt ein Kunstprojekt mit Bewohnern der Einrichtung um.

Maderthaner wurde 1982 in Meerbusch geboren und verbrachte dort die ersten Jahre ihres Lebens. Bis zur zweiten Klasse besuchte die heute 33-Jährige die Theodor-Fliedner-Grundschule in Lank. Noch immer fühlt sie sich ihrer Geburtsstadt verbunden. "Ich habe Freunde dort, die ich hin und wieder gerne besuche", sagt die Künstlerin. Heute lebt Maderthaner in Düsseldorf.

Für das Stipendium bewarb sich Maderthaner mit einem Katalog aus ihren Arbeiten der vergangenen Jahre, darunter Bildhauerei, Malerei und Zeichnungen. "Ein Querschnitt eben", sagt sie, "so wie ich bin und auch arbeite." Und so will sie auch das Projekt im Behindertenzentrum angehen. Inspiration für ihre Werke findet die 33-Jährige im Alltag. "Das kann eine krumm gewachsene Yucca-Palme in der Sparkasse sein", sagt sie. Eine pure Abbildung dieser Eindrücke aber sei nicht ihr Anliegen. "Sie schwingen als Eigenart in die Arbeiten mit ein", erklärt Maderthaner, die ihre Exponate seit 2008 regelmäßig ausstellt, unter anderem in Italien, Kroatien und Namibia. Die Malerin und Objektkünstlerin studierte Kunst an der Bergischen Universität in Wuppertal, anschließend an der Kunstakademie Düsseldorf und war 2013 Meisterschülerin bei dem bekannten walisischen Künstler Richard Deacon. Maderthaner: "Er hat uns beigebracht, wie wichtig es ist, sich auf die Arbeit zu konzentrieren."

(emy)
 
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