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Meerbusch
Meerbuscher SPD kritisiert SPD-Bürgermeistertrio

Meerbusch. Die geforderte Priorisierung von Osterath als Konverterstandort stößt den Meerbuscher Sozialdemokraten sauer auf.

Es ist parteiintern ein besonderer Vorgang: Scharfe Kritik hat gestern Heidemarie Niegeloh, Vorsitzende der Meerbuscher SPD, an den Bürgermeistern von Grevenbroich, Dormagen und Rommerskirchen geübt, die allesamt ebenfalls ein SPD-Parteibuch haben und sich für eine Priorisierung von Osterath als Konverterstandort ausgesprochen hatten. "Wir haben zu keinem Zeitpunkt andere Standorte priorisiert. Wir haben betont, dass Osterath aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung gänzlich ungeeignet ist. Es schadet der gemeinsamen Zielsetzung, wenn die Städte im Kreis sich jetzt durch ihre Bürgermeister gegeneinander ausspielen. Das Schwarze-Peter-Spiel sollte Kindern vorbehalten sein," sagte die SPD-Parteivorsitzende in Richtung der drei Bürgermeister Erik Lierenfeld (Dormagen), Klaus Krützen (Grevenbroich) und Martin Mertens (Rommerskirchen). Niegeloh erinnerte auch an geltende Beschlüsse der Kreis-SPD: "Die aktuelle Beschlusslage der SPD im Kreis lautet, dass der Abstand zur Wohnbebauung das wichtigste Kriterium sein muss. Diesen Beschluss kennen der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag und die SPD-Bürgermeister im Kreisgebiet." Die SPD Fraktionsvorsitzende Nicole Niederdellmann-Siemes verwies erneut darauf, dass Osterath weiterhin über einen großen Eignungsnachteil verfügt, da der Abstand zur Wohnbebauung an dieser Stelle mit Abstand der geringste von allen Standorten sei.

Die SPD setzt nun auch Hoffnungen in Hans-Jürgen Petrauschke (CDU) als Rhein-Kreis-Vertreter im Regionalrat. "Wir gehen davon aus, dass Herr Petrauschke als Regionalratsvorsitzender ebenfalls alles tun wird, um Meerbusch als Konverter-Standort zu verhindern." Rainer Thiel, SPD-Vertreter für den Rhein-Kreis im Regionalrat, sagte, dass der größtmögliche Abstand zur Wohnbebauung das beste Kriterium bei der Konverter-Standortwahl sei. "Wenn das nicht mehr das Kriterium ist, kommen die Suchräume in Osterath, Neuss-Bauerbahn und Gohr ins Gespräch."

(sep)
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