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Meerbusch
Meerbuscher steht wegen Missbrauchs vor Gericht

Meerbusch. Am Landgericht Wuppertal wird morgen der Prozess gegen einen 38 Jahre alten Meerbuscher fortgesetzt. Dem Mann wird schwerer sexueller Missbrauch seiner Tochter in zwei Fällen vorgeworfen.

Beide Fälle liegen schon mehrere Jahre zurück. Vor zehn Jahren soll der Mann seine damals drei Jahre alte Tochter dazu gebracht haben, ihn in der Badewanne intim zu berühren. Drei Jahre später soll er sie auch selbst in sexueller Absicht angefasst haben. Zu diesem Zeitpunkt wohnte die Familie in Solingen. Nach der Anklage, die im Oktober 2014 erhoben wurde, zog der Beschuldigte nach Meerbusch um.

"Ein Wohnortwechsel nach einer solchen Anklage ist nicht ungewöhnlich", sagt Oberstaatsanwalt Wolf Baumert, Pressesprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft. "Er kann dem Angeklagten aber nicht auferlegt werden." Häufig spiele dabei die Stigmatisierung in der Nachbarschaft eine große Rolle, die freie Bewegung sei oft nicht mehr möglich. "Es können aber auch andere private Gründe, zum Beispiel eine berufliche Veränderung, vorliegen."

(kess)
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