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Wahlkampf
Mehr Social Media, mehr Schutz für Bürger

Meerbusch. FDP-Politiker Simon Kell war zu Gast beim Ortsparteitag der Meerbuscher FDP

Wer war zu Gast? Simon Kell, 24-jähriger Software-Entwickler aus Jüchen. Der Liberale macht seit sieben Jahren Politik und kandidiert erstmals in Meerbusch, Kaarst, Korschenbroich und Jüchen für den Landtag. Was war der Anlass?

Der Landtagskandidat stellte seinen Parteikollegen aus Meerbusch die inhaltlichen Schwerpunkte seines Programms für die Landtagswahl am 14. Mai vor. Formal ging es an diesem Abend um die Entlastung des alten Vorstands und die Wahl eines neuen Vorstands des FDP-Ortsverbandes. Von 80 FDP-Mitgliedern waren 15 anwesend. Sie entlasteten einstimmig den Vorstand um Ralph Jörgens. Ebenfalls einstimmig wurde ein neuer Vorstand gewählt. Er setzt sich zusammen aus: Vorsitzender Ralph Jörgens, stellvertretende Vorsitzende Christian Welsch und Kirsten Danes, Schatzmeister Michael Bertholdt und Schriftführerin Katja Schulz. Zu Beginn des Abends hatten die Liberalen ihrem langjährigem Ratsmitglied Gerhard Jodas zum 90. Geburtstag gratuliert. Jodas war ein Mann der ersten Stunde in Meerbusch und warb schon 1970 für liberale Positionen - damals noch mit einem Flyer, der auf einer Schreibmaschine verfasst worden war.

Wichtigste politische Forderung?

Als junger Kandidat setze er auf Social Media, sagte Simon Kell, und forderte einen stärkeren Ausbau der Digitalisierung in NRW. Die Landesregierung habe die seit Jahren dringend nötigen Investitionen in die digitale Infrastruktur verschlafen. Er machte den Schulen den Vorwurf, zu wenig mit den neuen Medien zu arbeiten und schlug vor, statt mit 20 Jahre alten Schulbüchern lieber mit Smartphone oder Tablets im Unterricht zu arbeiten. Er forderte zudem weitere Investitionen in die verkehrliche Infrastruktur, um die Staus auf den Straßen zu beenden. Auf eine Koalitionsaussage wollte sich der Liberale nicht festlegen. Man dürfe nur eine Koalition eingehen, wenn sie eine klare liberale Handschrift trage. Entscheidend sei, Rot-Grün abzulösen.

Wichtigster Satz über Meerbusch?

"Meerbusch als Stadt im Grünen gefällt mir gut, denn ich bin ein ;Landei'. Ich würde nicht in eine Stadt ziehen", sagte Kell. Meerbusch habe ein gutes Standing in der Nachbarschaft der Großstädte. Ärgerlich sei der Fluglärm. "Die Anwohner müssen angemessen geschützt, das Nachtflugverbort konsequent eingehalten werden", so der Liberale.

(kir)
 
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