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Heimat erleben in Meerbusch
Mein Meerbusch - meine Heimat

Heimat erleben in Meerbusch: Mein Meerbusch - meine Heimat
Hier geht Camille zur Schule: Das Städtische Meerbuschgymnasium ist das erste Streckenziel der beiden.
Meerbusch. Was mögen junge Leute an Meerbusch? Camille Buttier ist 15 Jahre alt und lebt in Strümp. Lena Daccache ist 19 und kommt aus Lippstadt. Auf einer 21,7 Kilometer langen Fahrradtour hat Camille Lena ihre Heimat gezeigt.

9 Uhr Start: Unsere Räder stehen bereit, die Radtour beginnt in Strümp. Von hier aus will ich Lena zeigen, wo ich groß geworden bin. Schon nach wenigen Metern erreichen wir das erste Ziel: meine Schule, das Meerbusch-Gymnasium. Hier verbringe ich den Großteil meiner Zeit. Mit Mathe, Deutsch und Englisch, aber vor allem mit meinen Freunden. Nach einem kleinen Rundgang über das Schulgelände geht es weiter.

9.45 Uhr Wir erreichen das Apfelparadies. Hier kaufen wir jeden Samstag Äpfel und Gemüse aus der Region. Während ich mein Fahrrad ganz selbstverständlich vor dem Geschäft abstelle, kramt Lena ihren Fahrradschlüssel hervor. Was denkt die denn? Hier klaut doch keiner. Im Apfelparadies ist Lena kaum zu bremsen und probiert einen Apfel nach dem anderen. Die Wahl fällt schließlich auf Jonagored und Fuji. Gestärkt setzten wir die Tour fort.

Uhr Nächstes Ziel ist der Marktplatz in Lank. "Hier verbringe ich im Sommer viel Zeit mit Freunden in einem der Eiscafés. Denn hier gibt es das beste Eis der Stadt. Bei diesem Wetter musst du aber wohl leider drauf verzichten." Und schon geht es nach einer kurzen Verschnaufpause weiter. Schließlich haben wir noch viel vor.

Stippvisite auf dem Markt in Büderich. Camille und Lena freuen sich über das große Angebot.

Uhr Spontan machen wir einen Schlenker zum "Forum Wasserturm". Das ganze Jahr über sind hier Konzerte zu hören, und auch ich habe mit meinem Orchester schon auf der Bühne gestanden. Das Programm, das neben Konzerten auch aus Kabarettveranstaltungen und Kinofilmvorstellungen besteht, ist an Schlechtwettertagen eine beliebte Abwechslung.

Uhr Über Langst-Kierst und vorbei an meinem alten Reiterhof, erreichen wir die Rheinfähre. Während mein Bruder Yann und ich früher eher noch zu einem Spaziergang am Rhein gezwungen werden mussten, kann ich dort heute von der Idylle gar nicht genug bekommen. Bei so einer richtigen Meerbuscher Rundfahrt darf natürlich eigentlich auch die Fahrt mit der Fähre nicht fehlen, doch dazu reicht unsere Zeit heute leider nicht.

"Ich bin dann mal in Kaiserswerth!". Zumindest so gut wie. In letzter Sekunde entscheidet sich Camille dann doch noch dazu, die Fahrradtour fortzusetzen.

13. 15 Uhr Geschafft. Auf dem Rheindamm führt uns der rund sechs Kilometer lange Fahrradweg an Wiesen und Feldern vorbei. Lenas sich ständig wiederholende Frage, wo denn jetzt ungefähr Düsseldorf liegen würde, lässt vermuten, dass sie langsam das Stadtleben vermisst. Und ich gebe zu: Hier ist es wirklich sehr ländlich. Aber zu Lenas Glück ist Büderich schon bald in Sicht.

Uhr Dort schlendern wir gemeinsam die Dorfstraße entlang, und ich zeige Lena meine Lieblingsläden. Die Dorfstraße gehört für mich zu einer der besten Einkaufsmöglichkeiten in Meerbusch. "Und wo finden wir hier eine Kleinigkeit zu essen?" Nichts leichter als das: Sushi. Lena entscheidet sich dann doch lieber für ein belegtes Brötchen vom Bäcker.

14.15 Uhr Wir haben Glück! Heute ist auf dem Dr. Franz-Schütz-Platz Markt. "Der Markt ist ja schon toll, aber du müsstest den Platz erstmal im Winter sehen! Da findet hier nämlich der Weihnachtsmarkt statt. Neben Glühwein und gebrannten Mandeln ist auch das Rundendrehen auf der schönen Eisbahn fester Bestandteil meiner Vorweihnachtszeit."

14.45 Uhr Vom Markt ist es zur Stadtbücherei nicht weit. Lena scheint sichtlich beeindruckt von der großen Auswahlmöglichkeit, und als wir dann auch noch auf eines ihrer Lieblingsbücher stoßen, hat die Bücherei in ihrer Gunst gewonnen.

15.30 Uhr 21,7 Kilometern, sechseinhalb Stunden und viele neue Eindrücke später, endet unsere Tour durch Meerbusch schließlich wieder in Strümp. Lena kann sich durch die Rundfahrt hoffentlich mehr unter meiner Heimat und meinem Alltag in Meerbusch vorstellen - und auch ich habe mein Meerbusch in meiner neuen Rolle als Reiseleiterin noch mal völlig neu schätzen gelernt.

Die beiden Autorinnen absolvieren derzeit in der Meerbuscher Lokalredaktion ein Praktikum.

Quelle: RP
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